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Demografische Provokationen

Gesellschaftspolitische Diskurse Demografische Provokationen

Eine alternde Gesellschaft, Flüchtlinge mit Potenzialen, eine Vorstellung vom Miteinander und die Frage nach dem System - auf der „Work in Progress“-Tagung des Soziologischen Forschungsinstitutes der Universität Göttingen (Sofi) sind die demografischen Herausforderungen der Gegenwart thematisiert worden.

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Ziehen positive Bilanz: Berthold Vogel, Birgit Honé, Matthias Wunderling-Weilbier.

Quelle: yah

Göttingen. Während des Abschlussgespräches im historischen Gebäude der Staats- und Universitätsbibliothek haben Staatssekretärin Birgit Honé (SPD), Sofi-Direktor Berthold Vogel und der Landesbeauftragte für regionale Landesentwicklung Matthias Wunderling-Weilbier (SPD) nach der zweitägigen Tagung eine positive Bilanz gezogen. Unter der Leitung des Sofi haben von Montag bis Dienstag Wissenschaftler, Politiker, Wirtschaftsvertreter und Mitglieder unterschiedlicher Verbände und Gesellschaften über die „Demografischen Provokationen“ - so der Titel der Tagung - debattiert. Es gab Beiträge zur Daseinsvorsorge, zum demografischen Wandel, zur betrieblichen Arbeitswelt und zur Zuwanderung.

Staatssekretärin Honé brachte die übergeordnete Frage auf den Punkt: „Gibt es eine Antwort, wie man mit dem demografischen Wandel umgehen kann?“ Auf der Suche nach den richtigen Antworten kamen verschiedene Perspektiven zum Vorschein. „Wir müssen Brücken bauen zwischen der Wissenschaft und den Akteuren“, plädierte Honé für eine intensivere Kommunikation. Politik und Wissenschaft sollten sich „wechselseitig provozieren und einen Mehrwert erreichen“, sagte Matthias Wunderling-Weilbier.

Nach Meinung des Landesbeauftragten sei es ein Fehler, die Flüchtlingsdebatte als „Niedergangsszenario“ zu betrachten. Zwar sei auch „sehr viel Ungewissheit mit im Spiel“, doch „Optimismus“ sei durchaus angebracht. Um zu verdeutlichen warum das so ist, diente eine Meldung aus dem Plenum: Michael Schumann, Seniorpräsident und Gründer des Sofi, erklärte, dass kleine Kommunen „auch in der Qualität von Flüchtlingen profitieren“. Es gelte den Diskurs auch von der anderen Seite zu beleuchten. „Was sind die positiven Effekte und Verbesserungen, und wo gibt es die?“, formulierte Schumann eine „gute Forschungsfrage“. Honé nahm diese Idee zustimmend auf: „Es wäre schön, wenn so etwas Profundes heute schon vorliegen würde“, auch „als Antwort auf die AfD“.

Berthold Vogel zeigte sich unterdessen „sehr zufrieden“ mit dem Tagungsverlauf. „Es war ein toller Erfolg“, sagte der Sofi-Direktor. Am Ende gab es für alle anwesenden noch Tassen des Südniedersachsenprogramms mit der Aufschrift „Fördertopf“. „Die sind aber leer, glaube ich“, sagte die Staatssekretärin. yah

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