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Gespräche über besetztes Haus laufen

OM10 in Göttingen Gespräche über besetztes Haus laufen

Die Gespräche über die Zukunft des besetzten DGB-Hauses, in dem Flüchtlinge betreut werden, laufen weiter. Eine Einigung steht noch aus. In wöchentlichen Abständen finden derzeit Gespräche zwischen den Besetzern und Gottfried Feichtinger von der Vermögenstreuhandgesellschaft (VTG) statt.

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Quelle: Wenzel/Archiv

Göttingen. Die VTG ist Eigentümer des Hauses und hundertprozentige Tochtergesellschaft des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB).

Moderiert werden die Gespräche von Verdi-Bezirksgeschäftsführer Sebastian Wertmüller. „Wir wollen über das Haus weiter verfügen“, erklärt Marcus Beyer von der Besetzer-Initiative „OM10“, die nach der Adresse des Hauses benannt ist. „Der Prozess wird dauern, es war nicht zu erwarten, dass eine schnelle Lösung gefunden wird“, sagt Beyer, der dennoch hofft, dass die Gruppe „das Projekt weiterführen“ kann.

Der DGB will keine Wasserstandsmeldung abgeben und ließ die Frage nach einer Konzeptvorstellung unbeantwortet. Die Stadt Göttingen ist an den Gesprächen nicht beteiligt, wünscht sich aber, dass sich die Parteien „einigen“, wenngleich es „keine Probleme gebe, für Flüchtlinge Unterkünfte zu stellen“, beteuert Detlef Johannson, Verwaltungssprecher der Stadt Göttingen. „Die Zuweisungen sind deutlich unter denen des Vorjahres.“ Das Haus, in dem ursprünglich der Deutsche Gewerkschaftsbund seinen Sitz hatte und welches nach dessen Umzug sechs Jahre leer stand, ist seit dem 5. November vergangenen Jahres besetzt.

Die Besetzergruppe nutzt seither die Räumlichkeiten für Sprachkurse, Gesprächsrunden und als Plattform für interkulturellen Austausch. Des Weiteren bietet sie Flüchtlingen eine Unterkunft. Hierfür wurden ehemalige Büroräume zu Wohnraum umgestaltet. Die VTG habe unlängst einen Antrag auf Umnutzung der Räume bei der Stadt Göttingen eingereicht, erklärt Lothar Hanisch, Regionsvorsitzender Südniedernachsen-Harz des DGB. Somit könnten die ehemaligen Büroräume des Hauses auch legal als Wohnraum genutzt werden. Aktuell leben elf Geflüchtete an der Oberen-Masch-Straße 10, 16 bis 20 Menschen könnten insgesamt beherbergt werden. yah

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