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Gesrpächsreihe zur Integration

AWO Gesrpächsreihe zur Integration

Die Ortsvereine Göttingen und Bovenden der Arbeiterwohlfahrt (AWO) haben im Rahmen der Gesprächsreihe „Ins Gespräch kommen: Integration“ in die AWO-Brotgalerie in die Kurze Straße geladen. Die Geschäftsführerin der Städtischen Wohnungsbau, Claudia Leuner-Haverich, informiert zum Thema Wohnen.

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Inge Kettler, Ulrike Witt und Claudia Leuner-Haverich. Foto: bb

Göttingen. Die Vorsitzende des Ortsvereins Göttingen, Ulrike Witt, begrüßte die Gäste. „Wohnen ist ein zentrales Thema, auch wenn es um die Integration von Flüchtenden geht.“ Eine Wohnung zu finden sei in Göttingen derzeit nicht einfach, wusste sie zu berichten. „Gerade für Menschen, die nicht so viel verdienen“, so Witt.

Eine Fehleinschätzung

„Die Städtische Wohnungsbau hat 4600 Wohnungen und unsere Miete betrug 2015 im Durchschnitt 4.99 Euro pro Quadratmeter“, so Leuner-Haverich. Sie erinnerte an die goldenen Zeiten in den 1960er und 1970er Jahren als es noch Geld vom Staat für Sozialwohnungen gab.

Von den 4600 Wohungen seien 4200 im letzten Jahrtausend gebaut worden. Es dachten dann viele, sozialer Wohnungsbau sei nicht mehr notwendig, führte Leuner-Haverich aus. „Das war eine Fehleinschätzung.“ Weniger Menschen wohnten heute in größeren Wohnungen, junge Leute lebten häufig allein, die Universität boome und schießlich sei da auch noch die Flüchtlingswelle.

Mindestens ein Jahr Bauzeit

„Wenn der Hagenweg 20 und die Groner Straße 9 voll sind, gibt es Handlungsbedarf“, so Leuner-Haverichs Indikator für Wohnungsengpässe. Doch schnell könne nicht Abhilfe geschaffen werden. Zwei bis drei Jahre Planung und mindestens ein Jahr Bauzeit dauere ein Neubau.

„In einigen Jahren wird es besser“, verspricht die Wohnungsfachfrau. Wohnen sei ein Grundbedürfnis, auch für Menschen mit Bleiberecht, doch es gebe leider wenige Möglichkeiten, bedauert sie, denn pro Jahr würden jährlich nur 320 Wohnungen gekündigt. Zehn Prozent davon gingen an Geflüchtete.

„Für eine gelungene Integration ist ein durchmischtes Quartier notwendig. Das führt zur Stabilität“, so Leuner-Haverich. Aber eines sei immer Bedingung: Wer bei der Städtischen Wohnungsbau eine Wohnung mieten möchte, der muss sich persönlich vorstellen.

Von Frank Beckenbach

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