Volltextsuche über das Angebot:

23 ° / 12 ° wolkig

Navigation:
Gesundheit und Prävention im Fokus

31. Göttinger Gesundheitsmarkt Gesundheit und Prävention im Fokus

„Gesund sein in Göttingen“ - unter diesem Motto fand am Freitag der 31. Göttinger Gesundheitsmarkt auf dem Johanniskirchhof statt. 28 Aussteller aus der Stadt und der Region informierten Besucher über Angebote aus den Bereichen Prävention, Beratung, Ernährung und alternative Heilmethoden.

Voriger Artikel
"Erhebliche" Unregelmäßigkeiten bei der VHS
Nächster Artikel
Freiwillige Feuerwehr kämpft um ihre Eigenständigkeit

Politiker der im Stadtrat und Kreistag vertretenen Parteien diskutieren zum Thema „Gesundheit und Soziales“.

Quelle: Iben

Göttingen. In seiner „langen Tradition“ sei der Gesundheitsmarkt gleichermaßen Informations- wie Aktionsplattform und solle der Bevölkerung die Bedeutung von Gesundheit und Prävention nahebringen, erklärte Christina Ziethen, Geschäftsführende Vorsitzende des Göttinger Gesundheitszentrums, das jährlich mit Unterstützung des Landkreises und der Stadt Göttingen den Markt veranstaltet. Vor allem für die jüngere Generation sei es wichtig, Gesundheitsthemen im Bewusstsein zu verankern. Denn Haltungsschäden, falsche Ernährung und mangelnde Bewegung beträfen heute auch schon Schüler.

Mit Bluthochdruck und Zuckerkonsum setzten sich Schüler der 12. Klasse des beruflichen Gymnasiums an der BBS Ritterplan auseinander. Erstmalig war die BBS Ritterplan auf dem Gesundheitsmarkt vertreten. Am Beispiel von Energydrinks erklärten die Schüler interessierten Besuchern, was das mit viel Zucker und Koffein angereicherte Getränk im Körper bewirkt. „Wir hatten das Thema schon im Unterricht und haben selbst einen Film produziert, der über die Risiken hohen Zuckerkonsums informiert“, so Tany Desroche, die mit ihren Mitschülern der Klasse G15 A und G15 E auch selbst entworfene Flyer zum Thema verteilte.

„Wir sind schon seit vielen Jahren mit einem Stand auf dem Gesundheitsmarkt vertreten“, sagte Carola Piechota von der Volkshochschule Göttingen Osterode (VHS). Auffällig sei die „hohe Nachfrage nach Entspannungs- und Sportangeboten“, was sich im erweiterten Programm der VHS widerspiegele. Die Kunden realisierten, dass Prävention im oft stressigen Arbeitsalltag eine untergeordnete Rolle spiele – und wollten mit der Teilnahme an Kursen gegensteuern. „Nur ein gestärkter, gesunder Körper kann leistungsfähig sein“, so Piechota.

Podiumsdiskussion

Ein weiterer Programmpunkt des Gesundheitsmarktes war eine Podiumsdiskussion, an der Bernhard Reuter (SPD), Ludwig Theuvsen (CDU) ,Eckhard Fascher (Linke), Lutz Knopek (FDP), Lothar Dinges (Freie Wählergemeinschaft Landkreis Göttingen), Francisco Welter-Schultes (Piraten) und Maria Gerl-Plein (Grüne) teilnahmen. Sven Grünewald vom Göttinger Tageblatt übernahm die Moderation. Unter anderem wurde erörtert, welche Handlungsmöglichkeiten Kommunen haben, um das Thema „Gesunde Ernährung“ in der Schule zu verankern. Viele Familien wüssten nicht, was wertvolle Ernährung ausmache; dementsprechend sei eine zunehmende Zahl von Kindern übergewichtig.

Als Gegenmaßnahme wurde das Programm „Fit für Pisa plus“ angeführt – ein Konzept für mehr Bewegung in der Schule. Derzeit nehmen sechs Grundschulen an dem Programm teil. Das Angebot könne gut auf weitere Kommunen ausgeweitet werden. Auch zum Thema Selbsthilfegruppen diskutierten die Teilnehmer auf dem Podium. Derzeit kämpfen viele Selbsthilfegruppen mit Raummangel. Hier seien Veränderungen dringend nötig, waren sich die Diskussionsteilnehmer einig.

So könnten Räume der Volkshochschule oder leerstehende Gebäude für die Treffen von Selbsthilfegruppen genutzt werden, auch die Kommunikation zwischen Raumanbietern und potenziellen Nutzern müsse optimiert werden. „Und wer einen Raum anbieten kann, kann sich gern mit uns in Verbindung setzen“, sagte Christina Ziethen vom Gesundheitszentrum Göttingen.

Von Maren Iben

Voriger Artikel
Nächster Artikel