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Gesundheitsamt Göttingen zählt 90 Influenzafälle in einem Monat

Fast überall fallen Arbeitnehmer aus Gesundheitsamt Göttingen zählt 90 Influenzafälle in einem Monat

Die Taschentücher-Industrie dürfte sich momentan freuen. Überall schniefen und niesen die Leute. Saisonbdingt sind viele erkältet, aber auch die Grippe hat Auswirkungen. So wurden dem Gesundheitsamt Göttingen seit Anfang Februar etwas mehr als 90 Influenzafälle für Stadt und Landkreis gemeldet.

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Schulen, Verwaltungen oder Verkehrsbetriebe: Viele Mitarbeiter fallen derzeit wegen Krankheit aus.

Quelle: dpa

Göttingen. „Das ist in absoluten Zahlen bezogen auf die Gesamtbevölkerung überhaupt nicht beunruhigend“, sagt Verwaltungssprecher Detlef Johannson. „Allerdings wäre es auch falsch, von einer Entwarnung zu sprechen.“ Allein vom 25. Februar bis zum 3. März gab es nach Angaben von Johannson 35 Fälle: 16 im Bereich Göttingen, 17 im Bereich Duderstadt und zwei im Bereich Hann.Münden. Das wirkt sich auch auf den Betrieb von Schulen, Verwaltungen, Krankenhäusern und anderen Institutionen aus.

So auch auf die Göttinger Verkehrsbetriebe (GöVB). Wie Mitarbeiter Ricardo Mecke mitteilt, seien bereits vermehrt krankheitsbedingte Ausfälle von Mitarbeitern aufgetreten. Zwar sei der laufende Betrieb noch nicht gefährdet, allerdings dürften nicht mehr viele Krankmeldungen hinzukommen. Diese könnten dann nicht mehr kompensiert werden. Die GÖVB seien bereits am Limit dessen, was sie leisten können.

„Die Situation im Pflegebereich ist angespannt. Allerdings müssen noch keine Abteilungen geschlossen werden“, sagt Stefan Weller, Pressesprecher des Universitätsklinikums Göttingen. Bisher könnten die Ausfälle vom Pflegepersonal noch ausgeglichen werden. „Es ist schon eine spürbare Belastung. Wenn mehr Mitarbeiter ausfallen, müssen wir sehen, wie es weitergeht“, sagt Weller. Denn die Mitarbeiter arbeiteten bereits unter hohem Druck. Wie der Pressesprecher der Göttinger Kreisverwaltung, Ulrich Lottmann, mitteilt, sind zwar vermehrt Krankheitsausfälle unter den Mitarbeitern aufgetreten, dies sei jedoch für die Jahreszeit nicht ungewöhnlich. Ein prominenter Fall sei Landrat Bernhard Reuter (SPD), der in der vergangenen Woche krankheitsbedingt bei einer Sitzung fehlte.

„Krankheitsausfälle haben wir genug“, sagt der Verantwortliche für den Stundenplan des Otto-Hahn-Gymnasiums Markus Clemens. „Knapp sieben Prozent des Kollegiums fällt wegen Krankheit aus.“ Aber „trotz Vertretungslehrer soll solider Fachunterricht stattfinden“.

„Das Schlimmste ist vorbei“, sagt die Schulleiterin des Hainberg-Gymnasiums, Annette Warnke. „Wir haben das meiste mit Vertretungskräften abgefangen.“ Vertreter des Max-Planck-Gymnasiums und der Geschwister-Scholl-Gesamtschule berichten jedoch von nicht mehr Krankheitsausfällen als üblich. Das Eichsfeld-Gymnasium in Duderstadt hingegen beklagt einen hohen Ausfall von Lehrern. Wie die stellvertretende Schulleiterin Ute Stecker mitteilt, sei der Höchststand jedoch bereits in der vergangenen Woche erreicht worden. Von 100 Lehrkräften konnten 15 wegen Krankheit nicht bei der Arbeit erscheinen. In dieser Woche seien nur noch fünf bis sieben Lehrer wegen Krankheit abwesend. Aber nicht nur Lehrer fallen aus. Einige Schulen berichten auch von einer hohen Zahl an erkrankten Schülern.

Von Finn Lieske und Björn Lorenz

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