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Gesundheitspreis 2014 geht an Krankenhaus Göttingen-Weende

Auszeichnung Gesundheitspreis 2014 geht an Krankenhaus Göttingen-Weende

Drei Einrichtungen teilen sich den niedersächsischen Gesundheitspreis 2014. Sozialministerin Cornelia Rundt (SPD) vergab die Auszeichnung am Mittwoch in Hannover an das Evangelische Krankenhaus Göttingen-Weende, das Diakonische Werk in Osnabrück und ein Projekt des Braunschweiger Informatik- und Technologiezentrums für die Mobilität von Senioren.

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Quelle: Hinzmann

Göttingen/Osnabrück. Die Gewinner erhalten ein Preisgeld von jeweils 5.000 Euro. Ein mit 2.000 Euro dotierter Sonderpreis ging an die Stiftung Evangelischer Hospizdienst in Oldenburg. Der Preis wurde in diesem Jahr von den Ministerien für Soziales und Wirtschaft, der Krankenkasse AOK sowie der Kassenärztlichen Vereinigung und der Apothekerkammer des Landes ausgeschrieben. Eine Jury wählte die Sieger aus 63 Bewerbern aus.

Das Evangelische Krankenhaus gewann in der Kategorie "Mehr Sicherheit für Patientinnen und Patienten" ( ). Das Haus habe das Thema Sicherheit in einem beispielhaften Projekt für Patienten und Mitarbeiter "im gesamten Klinikalltag spürbar gemacht", hieß es zur Begründung. Die Initiative habe "Vorbildcharakter für andere Krankenhäuser". Die Osnabrücker Diakonie wurde in der Kategorie "Auch Helfende brauchen Hilfe" ausgezeichnet.

Dort unterstützen Ehrenamtliche in einem Projekt pflegende Angehörigen dabei, sich eine Auszeit von der Pflege zu nehmen. Das Braunschweiger Projekt "Simba" wurde in der Kategorie "eHealth" prämiert. Es will die Mobilität und die Teilhabe älterer Menschen am öffentlichen Leben verbessern. Nahtlose "Mobilitätsketten" sollen die Senioren dabei befähigen, selbstständig Besorgungen zu erledigen, Arztbesuche wahrzunehmen und an Freizeitveranstaltungen teilzunehmen.

Das Oldenburger Hospiz-Projekt " www.da-sein.de" Schreiben statt Schweigen" kümmert sich um trauernde oder sterbende junge Menschen.

epd

Mehr Sicherheit für Patienten

Die Weender Klinik gewann in der Kategorie „Mehr Sicherheit für Patientinnen und Patienten“ mit dem Projekt „Einführung einer Sicherheitskultur“. Die Jury, die sich aus den Partnern des Niedersächsischen Gesundheitspreises sowie weiteren Vertreten aus Verbänden und Forschung zusammensetzt, wählte aus insgesamt 63 Beiträgen die besten Projekte aus.

Das Projekt „Einführung einer Sicherheitskultur“ im Evangelischen Krankenhaus Göttingen-Weende zielt darauf ab, die Patientensicherheit aus einer umfassenden Perspektive zu betrachten und zu fördern. Dazu gehört auch, dass Fehler und Risiken offen thematisiert werden, um sie als Chance zur Verbesserung begreifen und nutzen zu können.

Mit der Einführung einer Sicherheitskultur sollten nicht nur bestimmte Einzelmaßnahmen etabliert, sondern das Thema Sicherheit für alle Beteiligten – Mitarbeitende und Patienten – im gesamten Krankenhausalltag spürbar gemacht werden.

Es wurden unterschiedliche Ansätze entwickelt und schon bestehende Ansätze aufgegriffen, die nicht nur auf der strukturellen, sondern auch auf der kulturellen Ebene wirken: professionell begleitete Einzel-, Gruppen- und Teamcoachings für alle Führungskräfte, Fallbesprechungen zur Enttabuisierung von Fehlern, Artikel in der Mitarbeiterzeitschrift, Patientenidentifikationsarmbänder, ein Patientenfilm und die Entwicklung von Kennzahlen zur Analyse. Sie wurden in einem ganzheitlichen, systematischen und zielführenden System zusammengeführt, das durch die Einbindung der Mitarbeiter in den Entwicklungsprozess eine umfassende Bottom-up-Orientierung aufweist.

Das Projekt habe Vorbildcharakter für andere Krankenhäuser, so die Preis-Jury. In Niedersachsen nimmt das Evangelische Krankenhaus Göttingen-Weende mit vielen Maßnahmen zur Patientensicherheit eine Vorreiterrolle ein. Niedersachsen sei ein starker Gesundheitsstandort mit rund 450.000 Beschäftigten, sagte Niedersachsens Gesundheitsministerin Cornelia Rundt während der Preisverleihung im Alten Rathaus von Hannover.

Der Gesundheitsbereich sei dynamisch, er lebe von engagierten Menschen mit innovativen Ideen für kreative Projekte. Patientinnen und Patienten gewinnen durch zukunftsweisende Strategien an Versorgungsqualität, die Gesundheitswirtschaft erhält wichtige Impulse für ihre weitere Entwicklung, so die Ministerin.

„Wir sind sehr stolz auf den Gewinn des Niedersächsischen Gesundheitspreises“, sagt Prof. Dr. Michael Karaus, Medizinischer Geschäftsführer des Evangelischen Krankenhauses Göttingen-Weende. „Unser Krankenhaus hat in den letzten Jahren sehr viel für die Patientensicherheit getan und hier ein großes Bewusstsein auch bei unseren Mitarbeitern entwickelt. Wir sehen den Preis als Motivation, auf dem Gebiet der Patientensicherheit noch besser zu werden.“

Neben dem Evangelischen Krankenhaus Göttingen-Weende wurden in weiteren Kategorien das iakonische Werk in Stadt und Landkreis Osnabrück und das Braunschweiger Informatik- und Technologie-Zentrum ausgezeichnet. Einen Sonderpreis erhielt die Stiftung Evangelischer Hospizdienst aus Oldenburg.

Der Niedersächsische Gesundheitspreis ist mit 17.000 Euro dotiert. Ausgeschrieben wurde der Preis in diesem Jahr gemeinsam vom Niedersächsischen Sozial- und Gesundheitsministerium, dem Niedersächsischen Wirtschaftsministerium, der AOK Niedersachsen, der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen sowie der Apothekerkammer Niedersachsen.

eb

► Das Weender Krankenhaus im Internet: ekweende.de/home

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