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Getreideernte in der Region beginnt

Landwirte rechnen mit leicht unterdurchschnittlicher Ernte Getreideernte in der Region beginnt

Die Getreideernte in der Region hat begonnen. Derzeit müssen die Landwirte aber noch einige Tage warten, bis sich die Feuchtigkeit der vergangenen Unwetter wieder verzogen hat, bevor sie weiterernten können. Je nach Wetterlage wird sich die Ernte auf den 50 000 Hektar Anbaufläche in Stadt und Landkreis bis August oder September hinziehen.

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Vor dem Unwetter am Dienstag nutzt ein Bauer bei Ballenhausen die letzten Sonnenstrahlen für die Getreideernte.

Quelle: Pförtner

Göttingen. „Wir gehen mengenmäßig nicht von einer guten Ernte aus“, sagt Achim Hübner, Geschäftsführer des Göttinger Landvolkverbandes. Normalerweise könne man etwa beim Weizen mit einer Menge von acht bis neun Tonnen pro Hektar rechnen, in diesem Jahr sei es wahrscheinlich, dass dieser Wert eine Tonne niedriger liege. „Allerdings jammern wir auf hohem Niveau“, so Hübner.

Viel wichtiger als die schiere Menge ist ohnehin der Preis, den die Bauern an den Märkten erzielen können – das Getreide verbleibt nämlich nicht in der Region, sondern wird zu großem Teil an Kunden in ganz Deutschland verkauft.   Negative Einflussfaktoren seien die längere Trockenheit im Frühsommer und die Schäden durch die Gewitter der vergangenen Tage gewesen. „Da geht immer ein bisschen Getreide ins Lager“, sagt Hübner, und meint damit, dass das Getreide durch Wind und Wetter stellenweise an den Boden gedrückt wurde.

Moderne Erntemaschinen kämen damit zwar klar, bräuchten aber länger, um die Pflanzen unmittelbar vor dem Dreschen wieder aufzurichten.  Entscheidend für den Erfolg der Ernte ist die Trockenheit des Getreides. Als optimal gilt ein Wasseranteil von unter 15 Prozent, ansonsten gibt es Probleme bei der Ernte und Lagerung.  Auf den 50 000 Hektar Anbaufläche der Region wird mit etwa 45 Prozent größtenteils Winterweizen angebaut.

20 Prozent entfallen auf Winterraps, 10 Prozent auf Wintergerste. Mais steht auf 5 Prozent, und Zuckerrüben auf etwa 4 Prozent der Fläche. Darüber hinaus werden auch die Einflüsse der gemeinsamen EU-Agrarpolitik spürbar, in der mit Greening-Prämien unter anderem die Diversifizierung der Feldfrüchte mit Direktzahlungen an Landwirte gefördert wird.

„Durch Greening ist ein ganzes Teil mehr Bohnen draußen“, sagt Hübner. Außerdem gebe es mehr Blühstreifen.  Wie in jedem Jahr lässt es sich nicht vermeiden, dass Erntemaschinen auch auf Straßen verkehren. Autofahrer sollten deshalb Vorsicht walten lassen.

Von Jonas Rohde

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