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Gewerbeaufsicht Göttingen prüft Produktsicherheit von Pedelecs

Elektroräder Gewerbeaufsicht Göttingen prüft Produktsicherheit von Pedelecs

Um die Sicherheit von Elektrorädern und anderen technischen Geräten zu gewährleisten, prüft das Gewerbeaufsichtsamt Göttingen bei Herstellern und Händlern derzeit mehr als 200 unterschiedliche Produkte. Bei gravierenden Mängeln, erklärt die Kontrollbehörde weiter, werden die Räder aus dem Verkehr gezogen.

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Quelle: dpa (Symbolbild)

Göttingen. „Es ist immer wieder zu Bränden und schweren Unfällen mit Pedelecs gekommen, zum Beispiel durch ungeplante Entladungen des Akkus oder unzureichende Bremsen“, warnt Dagmar Schomaker, Leiterin des Gewerbeaufsichtsamts Göttingen: „Das müssen wir in jedem Fall verhindern.“

Technische Mängel könnten zu Unfällen führen. Schomaker: „Mit den Elektrofahrrädern standen die Fahrradhersteller vor einer Herausforderung. Ihr Know-how liegt seit Jahrzehnten in der Entwicklung von Rädern, aber mit den Elektrofahrrädern sind sie nun auch Hersteller von Maschinen.“ Auch wenn bei Pedelecs – im Gegensatz zu E-Bikes – der Motor nur maximal 250 Watt Leistung erbringt, müssten die Hersteller dennoch strenge Sicherheitsauflagen erfüllen. Das werde nun überprüft, so Schomaker. Zwar seien Pedelecs in den vergangenen Jahren immer sicherer geworden, aber: „Auch in diesem Jahr nimmt unter anderem Anne Radtke, beim Gewerbeaufsichtsamt zuständig für den technischen Verbraucherschutz, im Rahmen der Marktüberwachung Pedelecs unter die Lupe.“ Beim Kauf sollten Verbraucher darauf achten, dass

  • ein CE-Zeichen vorhanden ist,
  •  bei einem GS-Zeichen auch die Prüfstelle genannt ist, und
  • die Betriebsanleitung auf Deutsch vorliegt.

Vor dem Kauf sollte ein Interessent zudem bei einer Probefahrt testen, ob das Fahrrad und die Geschwindigkeit den Erwartungen entsprechen.

 
In Niedersachsen seien im vergangenen Jahr über 250 Elektrofahrräder an Verkehrsunfällen beteiligt gewesen, erklärt das Gewerbeaufsichtsamt. Laut Göttinger Polizei jedoch hat es keine auffällig hohe Zahl von Unfällen mit solchen Fahrrädern gegeben.

 

Pedelecs und E-Bikes
E-Bikes und Pedelecs sind zwei Arten von Elektro-Fahrrädern. Der Elektromotor eines Pedelecs unterstützt den Fahrer mit maximal 250 Watt während des Tretens und nur bis 25 Stundenkilometer. Schneller geht es mit mehr Körperkraft. Rechtlich ist es dem Fahrrad gleichgestellt. E-Bikes zählen hingegen zu den Kleinkrafträdern. Die Motorunterstützung wird erst bei 45 Stundenkilometern abgeschaltet. Notwendig für ein E-Bike ist ein Versicherungskennzeichen, außerdem gelten ein Mindestalter von 16 Jahren und die Helmpflicht.
 
Radschnellweg „zu eng und zu gefährlich“
Der Verein Stadt und Planung und die Piratenpartei kritisieren die bisherigen Pläne für den sogenannten E-Radschnellweg an der Groner Landstraße und südlich davon. Man habe die Vorstellung der fünf verschiedenen Varianten „mit Verwunderung und Besorgnis“ zur Kenntnis genommen, heißt es in einer Mitteilung von Stadt und Planung. Beide Organisatoren halten es für gefährlich, „junge Frauen auf dem Fahrrad bei Dunkelheit durch die enge Stelle zwischen dem sozialen Brennpunkt Groner Landstraße 9 und der steilen Bahndammböschung zu schicken“. Verwundert sei man zudem darüber, warum keine Variante vorgestellt wurde, die eine Streckenführung an der Bürgerstraße (Groner Tor bis Bürgerstraße/Rosdorfer Weg) vorsehe. Außerdem sei die Radführung in Teilbereichen ohne Not zu eng geplant.
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