Volltextsuche über das Angebot:

1 ° / -6 ° wolkig

Navigation:
Mehr Solidarität mit Flüchtlingen

Maikundgebung Mehr Solidarität mit Flüchtlingen

„Mehr Zeit für Solidarität“ besonders für Flüchtlinge haben Gewerkschafter auch in Göttingen am Sonntag zum „Tag der Arbeit“ gefordert. Und: „Die beste Garantie für eine solidarische Gesellschaft ist unsere eigene Stärke“, beschwor Dierk Hirschel vom Verdi-Bundesvorstand die etwa 350 Besucher der Maikundgebung am Markt.

Voriger Artikel
Festival auf dem Campus und Kundgebung
Nächster Artikel
Unfall auf Autobahn 7 bei Göttingen

Vergleichsweise wenig Besucher auf dem Markt in Göttingen.

Quelle: Wenzel

Göttingen. Es war eine kleine Runde Gewerkschafter, Politiker und anderer Mitstreiter, die am Sonntag bei Sonnenschein mit Transparenten, roten Fahnen und Trillerpfeifen vom Platz der Synagoge durch die Innenstadt zog. In den vergangenen Jahren waren regelmäßig bis zu 500 Teilnehmer zur Mai-Feier in Göttingen gekommen.

In diesem Jahr aber bestreikten die gewerkschaftlichen Jugendgruppen das Göttinger Maifest (siehe „Festival auf dem Campus“). Führende Göttinger Sozialdemokraten sind zudem immer noch verärgert, dass sie in vergangenen Jahren aus der vorderen Gewerkschaftsreihe im Demo-Zug ausgeschlossen wurden. Hinzu kamen etliche Konfirmationen an diesem Tag.

Tag der Arbeit in Göttingen.

Zur Bildergalerie

Im Mittelpunkt der Redebeiträge auch in anderen Städten im Kreis Göttingen zum Tag der Arbeitnehmer stand die Situation der Flüchtlinge - in ihrer Heimat, auf ihren Fluchtwegen und in Deutschland. “Die Gewerkschaften wissen, was es heißt, auf Hilfe anderer angewiesen zu sein”, sagte Hirschel.

Heute gebe es wieder Menschen, die auf der Flucht sind “und unsere Unterstützung brauchen”. Zugleich forderte er die Bundesregierung auf, die Aufnahme und Integration der Flüchtlinge mit mehr Geld und mehr Personal zu fördern. Europa müsse seine Blockadehaltung an den Grenzen aufgeben, aber auch verstärkt die Ursachen der Fluchtbewegung in den Herkunftsländern bekämpfen.

Kundgebung zum Tag der Arbeit

Quelle: Wenzel

Im Mittelpunkt der Redebeiträge auch in anderen Städten im Kreis Göttingen zum Tag der Arbeitnehmer stand die Situation der Flüchtlinge - in ihrer Heimat, auf ihren Fluchtwegen und in Deutschland. “Die Gewerkschaften wissen, was es heißt, auf Hilfe anderer angewiesen zu sein”, sagte Hirschel.

Heute gebe es wieder Menschen, die auf der Flucht sind “und unsere Unterstützung brauchen”. Zugleich forderte er die Bundesregierung auf, die Aufnahme und Integration der Flüchtlinge mit mehr Geld und mehr Personal zu fördern. Europa müsse seine Blockadehaltung an den Grenzen aufgeben, aber auch verstärkt die Ursachen der Fluchtbewegung in den Herkunftsländern bekämpfen.

Auch der DGB-Geschäftsführer für den Raum Südniedersachsen-Harz, Lothar Hanisch, forderte die Gewerkschafter auf, gerade jetzt solidarisch zu den Flüchtlingen zu stehen: “Integration funktioniert am besten durch Beteiligung an Arbeit.”

Zugleich forderten Hirschel, Hanisch und andere Redner gerechte Löhne, weniger Leiharbeit und sichere Renten. Eine zunehmende Spaltung zwischen Armen und nur wenigen Reichen in Deutschland führe zu einer sozialen Spaltung, die den sozialen Frieden gefährde. Auch Geringverdiener, und arme Rentner brauchten die Solidarität der Gewerkschaften.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Solidarität zum 1. Mai

Junge politische Positionen, tanzbare Musik und Party-Stimmung: Mehr als 400 Besucher haben am Sonnabend auf dem Uni-Campus mit vielen Flüchtlingen ein Refugees-Welcome-Festival gefeiert. Gewerkschaftliche Jugendorganisationen hatten das Fest als Protest gegen die Maikundgebungen in Göttingen organisiert.

  • Kommentare
mehr
Jagd in der Region Göttingen