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Gewerkschafter kritisieren DGB-Vorstoß

„Göttinger Lösung“ für „OM10“ gefordert Gewerkschafter kritisieren DGB-Vorstoß

In einem offenen Brief fordern lokale und regionale Gewerkschafter eine „Göttinger Lösung“ für das besetzte ehemalige DGB-Haus „OM10“. Damit stellen sie sich gegen den Vorschlag des niedersächsischen DGB-Vorsitzenden, dort Studierende und Auszubildende unterzubringen.

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Die Obere Masch 10

Quelle: Wenzel

Göttingen . Am vergangenen Donnerstag hatte der niedersächsische Vorsitzende des Gewerkschaftsbunds, Hartmut Tölle, angekündigt, das Bürogebäude in ein „richtig tolles Haus für Studierende und Auszubildende“ umwandeln zu wollen. Die rund 80 Unterzeichner des offenen Briefs sehen darin einen Versuch, Studierende und Auszubildende gegen Flüchtlinge auszuspielen“.

Dass Tölle die Formulierungen „Gutmenschentum“ und „Flausen im Kopf“ benutzt hatte, spricht den Unterzeichnern zufolge für eine „völlige Fehleinschätzung der realen Göttinger Situation“. Sie fordern stattdessen, dass die „selbstorganisierte Flüchtlingsunterstützung weiter ermöglicht wird“.

Den offenen Brief des gewerkschaftsnahen Göttinger Betriebsexpresses haben unter anderem der hiesige ver.di-Bezirksjugend-Vorstand, die Göttinger Gewerkschaftssekretärin Julia Niekamp sowie diverse Betriebsräte, Gewerkschaftsmitarbeiter und -Mitglieder unterzeichnet, ebenso wie Professoren und Privatpersonen.

Dass Solidarität mit Geflüchteten in der gewerkschaftlichen Bildungsarbeit durchgesetzt werde, zugleich „praktische Solidarität“ ausbleibe, kritisierten außerdem Ehrenamtliche aus der gewerkschaftlichen Bildungsarbeit. Auch die Delegiertenversammlung der IG-Metall Süd-Niedersachsen-Harz hat sich in einer eigenen Stellungnahme von Tölles Äußerungen distanziert und wünscht sich eine „soziale Nutzung des Hauses“ unter Berücksichtigung „aller Beteiligten“.hö

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