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Gladebeck steht vor Neuwahl des Ortsrates

Kandidaten gesucht Gladebeck steht vor Neuwahl des Ortsrates

Gladebeck braucht einen Ortsrat, davon ist Gladebecks Ortsbürgermeister Michael Selke überzeugt. Nur pro forma gibt es jetzt die Ortsvertretung. Von neun Sitzen sind nach Rücktritten vier besetzt. Und wenn mehr als die Hälfte der „Stühle“ frei sind, wird laut Kommunalverfassung die Vertretung der Bürger aufgelöst. Bis zur Neuwahl macht der Rest-Ortsrat weiter. Selke möchte möglichst viele motivieren, sich im Dorf zur Wahl zu stellen.

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Sucht Kandidaten: M. Selke.

Quelle: Lawrenz

Gladebeck. Dass es sich lohnt, sich in Gladebeck einzusetzen – dessen ist sich Selke (FDP) sicher.  Die 380-KV-Leitung, Windkraft, „der wir uns nicht verschließen können“, der demografische Wandel,  das seien Themen, die die Zukunft Gladebecks bestimmten.  Mit allen Ortsratsmitgliedern ist der FDP-Mann auf der Bürgerliste für sein Heimatdorf angetreten.

Nach dem Rücktritt von vier Dorfpolitikern aus dem neunköpfigen Ortsrat, dem von Anfang an eine Stimme fehlte, müssen die vier Verbliebenen bis zur Neuwahl „kommissarisch“ weiterarbeiten. Nachrücker gab es laut Wahlergebnis nicht.

Selke aber hat viele Ideen. Angesichts der „Vergreisung“ des Ortskerns denkt er an tatkräftige Nachbarschaftshilfe. Seit acht Jahren arbeitet er in der Dorferneuerung mit und möchte Impulse geben, Utopien entwickeln. „Es geht um die Ortschaft“, spricht er für einen Ortsrat und will sich wieder zur Wahl stellen. „Wichtig ist, dass Gladebeck ein Sprachrohr hat.“

Die Arbeit mit einem monatlichen Treffen und einer Ortsratssitzung im Quartal hält er für die Gewählten für vertretbar.

Dorf mit 1250 Einwohnern

„Natürlich brauchen wir einen Ortsrat“, steht auch für Selkes Vorgänger, Karl-Heinz Düwel (parteilos), fest. „Je mehr Stimmen den Ort vertreten, desto besser.“ Düwel plädiert dafür, bei der Anzahl von neun Mitgliedern für den Ortsrat in dem Dorf mit 1250 Einwohnern zu bleiben. Doch mit 77 Jahren will er sich nicht mehr aufstellen lassen. Vielmehr denkt er an die Bürger, die sich zum Beispiel auf dem Weg in den Ruhestand befänden.

Im Ortsrat hätten sie die Chance, „noch ein bisschen mitzugestalten“. Vordringlich sei der Verkehr im Dorf. So hat sich eine Gruppe von Anwohnern an der Ortsdurchfahrt zusammengeschlossen, die unter dem Zulieferverkehr zur Biogasanlage leidet. Die Betroffenen prüfen derzeit ihre Möglichkeiten.

Dass ein Ortsrat für Gladebeck neu gewählt werden muss, das bestätigt Dirk Niemeyer als Sprecher vom Landkreis Northeim. Die Stadt Hardegsen könne sich jetzt nicht entschließen, nur einen Ortsvorsteher einzusetzen. Eine solche Entscheidung sei nur zu Beginn einer Wahlperiode möglich. „Mittendrin umschwenken, das geht nicht“, spricht er für die Kommunalaufsicht.

Den Wahltermin und die Stärke des Ortsrats hingegen setze die Stadt Hardegsen fest. Am Montag, 20. Oktober, tagt dazu der Verwaltungsausschuss.

Von Ute Lawrenz

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Hardegsens Bürgermeister Sjuts mit Michael Selke, Steffen Lüdecke und Christoph Engelhardt (von links).

„Nicht beschlussfähig“ ist der Ortsrat Gladebeck zwar nicht. Aber eigentlich gibt es ihn nicht mehr. Von neun Sitzen sind nur noch vier besetzt. Wenn mehr als die Hälfte nicht besetzt ist, sei laut Kommunalverfassungsgesetz die Vertretung der Bürger aufgelöst. Das hat der Hardegser Bürgermeister Dieter Sjuts (parteilos) am Dienstag, 16. September, während der Sitzung des Gladebecker Ortsrates mitgeteilt.

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