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Gladebecker Mütter fordern mehr Sicherheit für Kinder an Bushaltestelle

Gefahr am Straßenrand Gladebecker Mütter fordern mehr Sicherheit für Kinder an Bushaltestelle

„Mit dem Rettungshubschrauber musste ein siebenjähriges Mädchen in die Klinik geflogen werden...“ – Vor sieben Jahren erschien diese Meldung und schreckte die Gladebecker auf. Der Unfall geschah an der Bushaltestelle am südlichen Ortsrand, an der jeden Morgen Schulkinder warten. Immer wieder ist die Haltestelle seither Thema. Doch bis heute hat sich dort nichts verändert.

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Gefährliche Nähe zu den Autos: Kinder an der Bushaltestelle in Gladebeck.

Quelle: Lawrenz

Gladebeck. Fast auf der Straße stünden die Kinder, kritisiert Veronika Niewa. Sie ist die Mutter des Mädchens, das angefahren wurde. Jeden Tag ist sie jetzt dabei, wenn ihr Sohn Mike (8) zum Bus geht. Nicht nur auf dem Weg aus dem Dorf beschleunigten die Fahrer. Auch die ortseinwärts fahrenden rasten.

Niewa bemängelt, „dass da überhaupt kein Schutz ist“. Immerhin seien es täglich rund 50 Schüler, die zur Schule führen, schätzt Anja Zapfe.  Die Kinder stünden dort „wie zum Abschuss freigegeben“.

Seit das Baugebiet an der Fliederstraße vor acht Jahren fertig wurde, gibt es das Problem, weiß Ortsbürgermeister Michael Selke (FDP). Damals sei die Haltestelle eingerichtet worden. Viele Alternativen seien entwickelt worden, laut Selke keine davon genehmigungsfähig.

Haltestelle soll verlegt werden

Bei einem Gespräch in der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr am Dienstag, 7. Oktober, habe sich eine „vernünftige Lösung“ ergeben, weiß deren stellvertretende Leiter, Heiko Lange. Die Haltestelle in Fahrtrichtung Norden soll in den Ort hinein verlegt werden, beschreibt Hardegsens Bürgermeister Dieter Sjuts (parteilos).

Damit entschärfe man den Konflikt zwischen Radfahrern und Fußgängern. Es werde auch Platz geschaffen für eine Verschwenkung, um den Verkehr grundsätzlich zu bremsen. Der Busstopp auf der Seite Richtung Harste bleibe. Dort gibt es einen reinen Fußweg. Eine Umsetzung des Plans ist laut Lange frühestens 2016 möglich.

Für schnelle Abhilfe will Selke, dass im Dorf eine Geschwindigkeits-Warnanlage für etwas mehr als 1000 Euro gekauft wird. Sie soll die Raser ausbremsen. Selke will im Ort dafür sammeln und hofft auf Spender und weitere Sammler. Eltern, die um ihre Kinder bangen, schlägt Sjuts vor, die neuangelegte Haltestelle am Thie zu nutzen.

Von Ute Lawrenz

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