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Gladebecker wollen Dorfgeschichte greifbar machen

1000-Jahr-Feier Gladebecker wollen Dorfgeschichte greifbar machen

Schon am Ortseingang ist es zu sehen: Gladebeck feiert 1000 Jahre. Nahezu 250 Gladebecker sind zur Einstimmung ins Jubiläumsjahr vom Gottesdienst in der Kirche zum Neujahrsempfang ins Gasthaus Zum Krug gekommen.

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Festzug von der Kirche zum Empfang.

Quelle: Enz

Gladebeck. Eigens für die 1000-Jahr-Feier hatte sich Ende 2012 ein Arbeitskreis gegründet. Der Vorsitzende, Ortsheimatpfleger Stefan Bense, ließ mit seinen Worten Dorfgeschichte lebendig werden. Mit ihrer Musik vermittelten die Hardegser Sing- und Spielleut das Gefühl, wie es früher gewesen sein könnte.

Ortsbürgermeister Michael Selke (FDP), auch Mitglied im Arbeitskreis, zeigte sich beeindruckt, wie im Dorf für das Fest genäht, gehämmert und geklöppelt wurde. Selbstgemacht sei beispielsweise die Ausstattung der Ehrenwache vom Umhang bis zu ihren Waffen. Im Scherz betonte der Ortsbürgermeister oder historisch „Bauermeister“ im Gewand eines Edelmanns: Bei allen Festveranstaltungen seien die Wächter weisungsbefugt und könnten das frühere Dorfgefängnis auch vor den Haupt-Festtagen im Juli bevölkern. Hardegsens Bürgermeister Michael Kaiser (parteilos) stellte heraus, dass die Ideen des Arbeitskreises darauf zielten, Dorfgeschichte greifbar zu machen. So wird in dem früheren Leineweberdorf im Festjahr das Handwerk von der Leinaussaat Mitte April bis zur Flachsverarbeitung ab September gezeigt.

Rund 30 Zinnspender aus dem Dorf ehrte der Erfinder der Festwährung, André Meyer-Metzlaff, mit seinen kleinen Helfern, Michel und Silas. Glaakscher prägt er für das große Fest. Um die Münzen herzustellen, hatte Meyer-Metzlaff Zinn gesammelt.  Im Verhältnis zu 1000 Jahren endete der Auftakt ins Festjahr laut Bense „im Promillebereich überzogen“ mit Liedern des Männergesangvereins Polyhymnia. „Machen Sie das, was die Menschen auf Dörfern tun – sprechen Sie miteinander“, entließ er die Gäste ganz im Sinne des Fests. r

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