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Gleichstellungsbeauftragte fordern von Familienministerin volle Stellen

Landesarbeitsgemeinschaft kommunaler Frauenbüros tagt in Göttingen Gleichstellungsbeauftragte fordern von Familienministerin volle Stellen

„Wir erwarten natürlich von den Kommunen, dass sie volle Stellen einrichten“, erklärte gestern Niedersachsens Familienministerin Cornelia Rundt (SPD).  Sie antwortete auf die Frage, warum Orte mit mindestens 20 000 Einwohnern nach dem Gesetzesentwurf der Landesregierung nur halbe Stellen für hauptamtliche Gleichgestellungsbeauftragte einrichten sollen.

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Familienministerin Cornelia Rundt besucht mit Helmi Behbehani und Landrat Bernhard Reuter (v.r.) die Kita im Kreishaus.

Quelle: Hinzmann

Göttingen. Von einer „Teilzeitfalle“ sprach die Amtsinhaberin beim Landkreis Göttingen, Angelika Kruse, während der Konferenz der Landesarbeitsgemeinschaft kommunaler Frauenbüros. Sie tagte gestern erstmals in Göttingen. Es sei ein Kompromiss, ergänzte die Ministerin.  

Rundt machte auf das Mentoringprogramm für Kommunalpolitikerinnen aufmerksam. 440 Frauen erhielten nun Unterstützung. Die Ministerin forderte mehr Frauen in den Führungsetagen der Banken, insbesondere der Sparkassen. Die Beteuerungen von Landrat Bernhard Reuter (SPD), es gebe keine Bewerbungen, wollte sie nicht gelten lassen. Sie spreche als Diplom-Kauffrau mit Schwerpunkt Banken aus eigener Erfahrung. Rundt: „Deshalb ist nichts anständiges aus mir geworden.“ Ihr Lob fand dagegen der neue Betriebskindergarten der Landkreisverwaltung.

Als Gastredner hatte die Konferenz den Soziologen Andreas Kemper eingeladen, der über Maskulisten sprach. Anhänger dieser Bewegung, die Kemper politisch insbesondere bei der Alternative für Deutschland verortet, fühlten sich durch die staatliche Frauenförderung benachteiligt. Sie forderten die Schließung von Frauenhäusern, weil dort „Hass auf Männer geschürt“ werde. Sie warnten vor Sexualerziehung, in den Schulen, wo Kinder hinterher nicht mehr wüssten, ob sie Jungen und Mädchen seien. Sie lehnten Abtreibungen ab, so Kemper.

Michael Caspar

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