Volltextsuche über das Angebot:

1 ° / -8 ° wolkig

Navigation:
Gleichstellungsplan im Göttinger Ratsausschuss vorgestellt

Zu wenig Frauen Gleichstellungsplan im Göttinger Ratsausschuss vorgestellt

Wie steht es um die Karrierechancen von Frauen und Männern in der Göttinger Stadtverwaltung? Laut Gleichstellungsplan – Pflicht laut Niedersächsischem Gleichberechtigungsgesetz und jetzt vorgestellt im Ausschuss für allgemeine Angelegenheiten, Integration und Gleichstellung – gibt es hinsichtlich der Geschlechterverteilung in den verschiedenen Arbeitsbereichen des Neuen Rathauses nach wie vor deutlichen Handlungsbedarf.

Voriger Artikel
Gute Feuerwehr, aber zu wenig Wohnungen in Göttingen
Nächster Artikel
Hagenbergschule feiert 50-Jähriges mit Fest der Kulturen
Quelle: Vennenbernd/dpa (Symbolfoto)

Göttingen. Rund 2200 Menschen stehen im Dienst der Stadt Göttingen, fast 52 Prozent davon weiblichen Geschlechts. Doch nur ein Drittel von 1484 Bediensteten auf Vollzeitstellen sind Frauen, während ihr Anteil an den 681 Teilzeitstellen mehr als 90 Prozent beträgt. 372 der Vollzeit-Beschäftigten haben den Beamtenstatus, lediglich knapp 17 Prozent davon sind weiblich. Nach Tarif angestellt sind 1112 Mitarbeiter, 39 Prozent davon Frauen.

„Frauen sind in den höheren Besoldungsgruppen unterrepräsentiert, Männer in den mittleren Einkommenstufen deutlich überrepräsentiert“, berichtete Cordula Dankert vom Fachbereich Personal und Organisation während der Präsentation im Fachausschuss. Einen hohen Frauenanteil verzeichnet die für den Gleichstellungsplan erhobene Statistik bei den Reinigungs- (rund 90 Prozent) und Küchenkräften (rund 97 Prozent) sowie im Sozial- und Erziehungsdienst (rund 87 Prozent).

Deutlich wird das geschlechtsspezifische Defizit in den Chefetagen. Eine positive Entwicklung habe sich in den vergangenen Jahren lediglich auf Ebene der Fachdienstleitungen ergeben, erklärte Dankert. Von 73 Vorgesetzten seien immerhin 28 Frauen (rund 38 Prozent). „Wir bemühen uns, bei Stellenneubesetzungen, Gleichstellung zu berücksichtigen“.

Dieser Trend setzte sich auf der darüber liegenden Fachbereichsebene nicht fort: Von 21 Leiterpositionen seien nur vier (rund 19 Prozent) mit Frauen besetzt, „es gibt eine Fachbereichs- und drei Referatsleiterinnen“, berichtete Christiane Müller, Gleichstellungsbeauftrage der Göttinger Stadtverwaltung. Müller selbst sieht Handlungsbedarf auch bei den Auszubildenden, „da sind Frauen immer noch unterrepräsentiert“.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Das Tanz-Team des TSC-Schwarz-Gold Göttingen