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Glocken in Gerblingerode sollen nicht verstummen

Betonturm ist marode Glocken in Gerblingerode sollen nicht verstummen

Die typische Beton-Architektur der 70er-Jahre gefällt nicht jedem, der 34 Meter hohe Glockenturm an der Ortsdurchfahrt ist aber über die Jahrzehnte hinweg zu einem Wahrzeichen Gerblingerodes geworden. Da der Beton Risse bekommen hat und bröckelt, soll der Glockenturm jetzt saniert oder abgerissen werden.

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Die Kirche in Gerblingerode hat hohe Bedeutung für die örtliche Gemeinschaft.

Quelle: Richter

Gerblingerode. Als dritte Variante, die aber aus Kosten- und Klanggründen verworfen wurde, war auch ein verkürzter Turm mit tiefergelegten Glocken angedacht. Über die beiden verbliebenen Optionen informierte Manfred Bause, Vorsitzender des Kirchengemeinderates, am Sonntag in einer von Propst Bernd Galluschke moderierten Bürgerversammlung in der Kirche. Sowohl Bause als auch Ortsbürgermeister Dieter Thriene (CDU) plädierten für die Sanierung, fast alle der rund 200 anwesenden Gerblingeröder teilten diese Meinung („Dieser Turm ist ein Stück Heimat“). Galluschke merkte an, dass dann auch eine Rücklage für die nächste Sanierung in 30 bis 40 Jahren gebildet werden sollte.

Laut Gutachten belaufen sich die Kosten für eine Sanierung auf rund 150 000 Euro, der Abriss ist mit rund 100 000 Euro veranschlagt. Ein Gerüst, das erhebliche Kosten verursacht, wäre in beiden Fällen nötig, eine Sprengung des Bauwerks nicht möglich. Bause geht allerdings davon aus, dass es im Falle eines Abrisses keinen Ersatz für den Turm mit seinen drei Glocken geben wird – sowohl aus technischen als auch aus finanziellen Gründen. Dann würden die Glocken im Ort verstummen. Und das scheint nicht gewollt.

Der Glockenturm sei 1975 nach Abriss der alten Backsteinkirche und Kirchenneubau gegen den Willen des Bistums errichtet und von der Pfarrgemeinde finanziert worden, erinnert Bause. Auch für eine Sanierung werde es keinen Zuschuss aus Hildesheim geben. Schon beim Bau des Turms habe der Kirchbauverein aber eine Rücklage für künftige Sanierungen gebildet. Auf die 80 000 Euro könne jetzt zurückgegriffen, die Restsumme unter anderem über Spenden und Förderverein gestemmt werden. Eine Abstimmung soll dem Kirchenvorstand die Entscheidung erleichtern.

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