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Glücksspielsucht: Jugendliche gefährdet

Nachbarschaftszentrum Grone Glücksspielsucht: Jugendliche gefährdet

Glücksspielsucht ist in Göttingen und Südniedersachsen zunehmend ein Problem. Der Beratungs- und Behandlungsbedarf für Betroffene und Angehörige ist laut Diakonieverband Göttingen in den vergangenen Jahren stetig angestiegen. Die Fachstelle für Sucht und Suchtprävention des Diakonieverbandes beteiligt sich an einem Informationstag zu den Risiken von Glücksspielen.

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Kann schnell zur Sucht werden: Zockerei an einem Geldspielautomaten. Besonders Jugendliche sind gefährdet.

Quelle: Pförtner

Göttingen. In Niedersachsen könnten zwischen 25 000 und 64 000 Menschen als glücksspielsüchtig beziehungsweise suchtgefährdet definiert werden. Von Glücksspielsucht betroffen seien zu 90 Prozent Männer, meist im Alter zwischen 20 und 45 Jahren. Besonders anfällig seien diejenigen, die bereits im Jugendalter mit dem Glücksspielen angefangen hätten. Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren sei es laut Jugendschutzgesetz untersagt an Glücksspielen teilzunehmen. Trotzdem steige die Zahl der teilnehmenden Jugendlichen an.

Allein in Niedersachsen seien im vergangenen Jahr mehr als 390 Millionen Euro an Geldspielautomaten verspielt worden. Die Zahl der Spielhallengeräte sei in Niedersachsen in den vergangenen zwei Jahren um mehr als 16 Prozent gestiegen. Auch in Göttingen zeigt die Tendenz bei Spielgeräten nach oben. Wurden in der Stadt 2003 noch vier Millionen Euro verzockt, waren es 2010 schon 6,5 Millionen Euro.Vorbeugende Maßnahmen seien wichtig, so die Fachstelle. Die Ausweitung von Glücksspielen durch die Zulassung von Sportwetten und weiteren Glücksspielangeboten im Internet leiste dem gefährlichen Spiel Vorschub. Ein gezielter Jugend- und Spielerschutz werde immer schwieriger.

Der Informationstag am Dienstag, 25. September, wird von der niedersächsischen Landesstelle für Suchtfragen unter dem Motto „Behalt das Glück in deiner Hand“ veranstaltet. In Göttingen beteiligt sich die Fachstelle des Diakonieverbandes mit einem Infotag und einer zentralen Infoveranstaltung am Dienstag, 25. September, im Nachbarschaftszentrum Grone, Deisterstraße 10. Dabei werden Fragen zur Glücksspielsucht, deren Erscheinungsformen, Gefahren und Risiken beantwortet und Behandlungswege, und Hilfsangebote aufgezeigt.Um 17 Uhr beginnt die zentrale Infoveranstaltung. Ein Film und ein Quiz werden Eindrücke zur Glücksspielsucht vermitteln.

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