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GöSF und Planer legen Faktensammlung für Golfplatzprojekt in Geismar vor

Golfen „öffentlich für jedermann“ GöSF und Planer legen Faktensammlung für Golfplatzprojekt in Geismar vor

Mit einer Faktensammlung zum geplanten Golfplatz im Süden Geismar haben Alexander Frey, Geschäftsführer der Göttinger Sport- und Freitzeit GmbH (GöSF), und Golfplatzplaner Andreas Lukasch, auf die bislang vorgetragene Kritik an dem Projekt reagiert.

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Quelle: Walliser (Symbolfoto)

Göttingen. Frey machte deutlich, dass sich das Projekt rund um die ehemalige Bauschuttdeponie noch in einer sehr frühen Entwicklungsphase befindet.

Dem Vorwurf, die GöSF würde für den Platz Geld investieren, das in anderen Bereichen der GöSF, etwa das Weender Freibad besser verwendet sei, entgegnete Frey, dass die GöSF sich lediglich als Verpächterin der Flächen einbringe. Finanziert werden soll das Projekt von Dritten, die bereits eine Planungsgesellschaft gegründet haben. Nötige, schon in Auftrag gegebene Gutachten würden dadurch finanziert. Auch die Stadt werde dafür kein Geld aufwenden, versicherte Frey. Auf zwei bis drei Millionen Euro schätzte er die Investitionen. „Das wirtschaftliche Risiko liegt bei den Betreibern“, sagte Frey.

Frey betonte, dass es sich um einen „öffentlichen Golfplatz für jedermann“ handele und kein Projekt, das nur Eliten diene. Jahresbeiträge gebe es nicht, das Prinzip sei „pay and play“ (bezahlen und spielen). Auch die Wege in dem geplanten 75 Hektar großen Gelände könnten wie bisher von allen genutzt werden. Eine gleichzeitige Nutzung zum Golfen und für die Naherholung sei gegeben. Lukasch verweist bei seiner Planung auf eine Fachbericht der Forschungsgesellschaft Landschaftsentwicklung Landschaftsbau. Planungsgrundsätze für eine sicherheitsorientierte Golfanlagenplanung kämen zur Anwendung.

Bei der Größe von 75 Hektar sind ein Drittel für Spielbereiche eingeplant, nur knapp drei Prozent der Gesamtfläche für intensiv bewirtschaftete Abschlgsflächen und Grüns. Lukasch rechnet vor, dass bei einer Nutzung der Fläche als Golfplatz im Vergleich zur jetzigen Nutzung als Ackerfläche nur 15 Prozent der bislang benötigten Düngermenge verwendet werden müsse. Für die Spielfläche müssten 960 Kilogramm Stickstoff pro Jahr verwendet werden. Für die derzeit 41 Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche ergebe sich durchschnittlich ein Düngebedarf von 6615 Kilo Stickstoff pro Jahr. Auch sei der Einsatz von Pflanzenschutzmittel auf den Grüns und Abschlägen sehr restriktiv.

Lukasch geht davon aus, dass zu „sommerlichen Spitzenzeiten“ über den Tag verteilt 350 An- und 350 Abfahrten möglich sind. Derzeit führen in 24 Stunden durchschnittlich 12 500 Kraftfahrzeuge über die Landesstraße 569, oder 350 in 40 Minuten. Lukasch legt hier Zahlen einer Untersuchung zur Südumgehung zugrunde.

Er wünsche sich eine Zusammenarbeit mit den Golfplatzkritikern, die ihr Wissen in das Projekt einbringen, sagte Frey. „Wir wollen gemeinsam etwas Schönes und Gutes entwickeln.“

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