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Götingen will Kaukasische Flügelnuss lange erhalten

„Sie soll in Würde sterben“ Götingen will Kaukasische Flügelnuss lange erhalten

Sie gehört zu den markantesten Bäumen auf der Göttinger Schillerwiese, ist eine der ältesten in Deutschland und hat schon Generationen kleiner Kinder mit ihren Eltern zum Klettern animiert: die etwa 115 Jahre alte Kaukasische Flügelnuss.

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Der Ballast muss weg: Stefan Krug und Martin Prokop von Pro Baum stutzen die 115 Jahre alte Flügelnuss auf der Schillerwiese.

Quelle: Hinzmann

Göttingen. Inzwischen ist sie eingezäunt, damit kein Fußgänger und Kletterer gefährdet wird. „Die Äste sind faul, morsch und rissig“, erklärt Thomas Strümper vom städtischen Fachbereich Grünflächen.

Der auffällige Baum sei so altersschwach, dass er eigentlich gefällt werden müsste, aber die Stadt wolle ihn so lange wie möglich erhalten. Damit er aber „in Würde sterben kann“, wird er regelmäßig gepflegt, ergänzt Udo Sowitzki, Geschäftsführer von Pro Baum. Am Mittwoch sägten Mitarbeiter der Spezialfirma besonders brüchige und überstehende Äste ab.

Der Baum dürfte um 1900 gepflanzt worden sein, als die Schillerwiese angelegt wurde, vermutet Strümper. Schon in den Jahren davor sei es bei vielen Landschafts- und Garten-Planern Mode gewesen, fremdländische Gewächse nach Deutschland zu holen. Auf der Schillerwiese hat sich die Kaukasische Flügelnuss offenbar wohl gefühlt.

Mit ihren vielen auseinander fächernden Ästen prägt sie den oberen Bereich wie kein anderer Baum. Mit 20 bis 25 Metern Höhe entspreche sie zwar der Norm, aber ihre etwa 45 Meter breite Krone „ist schon etwas sehr Besonderes“, sagt Sowitzki. Mit ihren Schnitten versuchten die Experten jetzt, „Last von den Ästen zu nehmen“, damit sie nicht so schnell abbrechen.

Und der Baum solle nicht über den Sicherheitszaun hinaus wachsen, den die Stadt vor zwei Jahren aufgestellt hat, so Strümper. Für die Pflege zahle die Stadt knapp 1000 Euro, so die Verwaltung.  Der Name verrät es: Die Kaukasische Flügelnuss wächst vor allem in den Bergwäldern vom Kaukasus bis zum nördlichen Iran. Auffällig sind auch ihre großen goldgelben Blätter und Früchte im Herbst.

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