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37-Jähriger soll Frau vergewaltigt haben

Kriminelles Ende einer losen Beziehung 37-Jähriger soll Frau vergewaltigt haben

Freiheitsberaubung, Körperverletzung, Vergewaltigung - die Vorwürfe klingen massiv. Der 37 Jahre alte Angeklagte soll mit Gewalt auf die Ankündigung der Trennung reagiert haben. Deshalb steht er seit Freitag vor dem Landgericht Göttingen - und schweigt.

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Quelle: dpa (Symbolbild)

Göttingen. Der 37-Jährige stammt aus Haiti. Ihm müssen die Aussagen ins Französische übersetzt werden. Er hat schon seit Jahren Bleiberecht und lebt in einer Wohngemeinschaft. Das spätere Opfer hat er bei der Nikolausparty in der Uni kennengelernt. Bis Mai habe man sich, berichtet die junge Frau, eine Studentin, gelegentlich getroffen. Sie bescheibt ihn als "charmant, entspannt, er hat viel gelacht". Man sei auch intim gewesen. Am Tattag, den 22. Mai 2014, habe sie die Beziehung jedoch beenden wollen. Er habe ihr geschrieben, er sei am Fuß verletzt. Nur deshalb sei sie in seine Wohnung gegangen. Dort habe er aber gleich das Zimmer abgeschlossen. Angeblich, damit die Mitbewohner nicht stören. Dann sei er "auf mich losgegangen" und habe "mich Schlampe genannt", sagt die Zeugin. Er habe ihr vorgeworfen, sie mit einem anderen Mann gesehen zu haben.

Was dann geschah, führte zur Anklage. Er habe sie geschlagen, aufs Bett geworfen, wollte dann, dass sie mit dem neuen Freund telefoniert, habe ihr das Handy entrissen und es auf den Boden geschmettert. Als er mit ihr schlafen wollte, habe sie keine große Gegenwehr geleistet. "Ich hatte Angst, dass er mich wieder haut."

In der Befragung kommt noch heraus, dass er sie beim Geschlechtsverkehr habe filmen wollen. Er habe gedroht, den Film ins Internet zu stellen, wenn sie ihm nicht 1.000 Euro gibt. Schließlich sei es dazu gekommen: "Er hat sein Ding durchgezogen." Auf Nachfrage: "Er hat sich genommen, was er wollte." Erneute Nachfrage: "Er hat mich zurechtgebogen und mit mir geschlafen. Ich hatte das Gefühl, ich kenne diese Person gar nicht." Und sie habe immer wieder klagend und stöhnend klar gemacht, dass sie das nicht wolle. Das alles habe drei, vier Stunden gedauert.

Nach dem Opfer werden zwei Mitbewohner gehört, die sich in der hellhörigen Wohnung nebenan aufhielten. Sie bezeugen, nichts von einer Vergewaltigung gehört zu haben. Der Prozess wird fortgesetzt.

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