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Adolf-Reichwein-Schule in Göttingen bekommt keine Mensa

Absage an protestierende Eltern Adolf-Reichwein-Schule in Göttingen bekommt keine Mensa

Die Adolf-Reichwein-Schule in Göttingen bekommt keine eigene Mensa. Wenn die Kinder ab Sommer ihre neuen Ganztagsangebote nutzen, müssen sie in der benachbarten Martin-Luther-King-Schule (MLK) zu Mittag essen. Mit dieser Entscheidung hat der Schulausschuss des Rates der Stadt am Dienstag protestierenden Eltern eine klare Absage erteilt und Bedenken der MLK-Förderschule zurückgewiesen.

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Die Adolf-Reichwein-Schule in Göttingen bekommt keine eigene Mensa.

Quelle: dpa/Symbolbild

Göttingen. Als erste öffentliche Grundschule in Göttingen will die Adolf-Reichwein-Schule ab Sommer 2015 verpflichtend Nachmittagsunterricht in ihren Stundenablauf einbinden. Ihr Mittagessen sollen die Kinder in der benachbarten MLK einnehmen.

Dagegen hatten Eltern protestiert. Sie fürchten – ebenso wie die Leiterin der MLK – Konflikte zwischen den jungen Grundschulkindern und älteren Förder- und Hauptschülern. Denn auch die Kinder und Jugendlichen der Käthe-Kollwitz-Schule nutzen die Mensa. Die Leitung der Grundschule teilt diese Bedenken. Hinzu kommt die Sorge, die Tische und Stühle in der MLK-Mensa seien zu groß und der Weg zum Nachbargebäude zu gefährlich.

Im Schichtbetrieb sei es unproblematisch, die Schulen getrennt voneinander essen zu lassen, erklärte im Ausschuss die Verwaltung nach eigenen Berechnungen. Mit dem Mobiliar kämen die Kinder gut zurecht, das habe sich in anderen Mensen gezeigt. „Auch die befürchteten Konflikte gibt es nach unseren Erfahrungen nicht“, sagte Schuldezernent Siegfried Lieske.

Es sei daher unnötig und finanziell unverantwortlich, an der Adolf-Reichwein-Schule ein neues Mensagebäude zu bauen. Zum Veto der MLK-Leitung ergänzte Lieske: „Wenn es gute Gründe dafür gibt, muss Politik auch den Mut haben, eine Entscheidung durchzusetzen.“ Die Abstimmung war einstimmig.  

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