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Uneinigkeit über künftige Baugebiete

Flächennutzungsplan beschlossen Uneinigkeit über künftige Baugebiete

46 Jahre alt ist der alte Flächennutzungsplan der Stadt Göttingen. Seit Jahren arbeiten Rat und Verwaltung daran, einen neuen aufzustellen. Am Freitagabend hat der Rat der Stadt mehrheitlich den neuen F-Plan beschlossen.

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Quelle: Hinzmann

Göttingen. Darüber, wo künftig Neubaugebiete entstehen können, herrschte allerdings keine einheitliche Meinung. So erklärte Katharina Schüle-Rennschuh  für die CDU, dass ihre Fraktion nicht zustimmen, sondern sich enthalten werde. Vor allem Holtensen sei mit möglichen 360 neuen Wohneinheiten "überdurchschnittlich hoch" belastet, ebenso sehe es in Grone aus. Sie forderte, "Riesenbaugebiete" dort nur im geringen Maß auszuschöpfen.

Die Linken wollen sich ebenfalls enthalten, sagte Gerd Nier. Er lobte aber die "sachlichen Beratungen" über all die Jahre. Vor allem der Punkt, dass der Helmsgrund in Geismar nun nicht als Bauland ausgewiesen werden soll, kritisierte er. Das Gebiet sei "exzellent" dafür geeignet. Auch Felicitas Oldenburg (FDP) sprach in diesem Zusammenhang von von einer "falschen Schwerpunktsetzung". Die FDP wolle sich ebenso enthalten. 

Tom Wedrins (SPD) appelliert an die Ratsmitglieder, nach fünf Jahren nun endlich zuzustimmen. "Ohne F-Plan fehlen uns die Mechanismen für den Bau von bezahlbaren Wohnraum", sagte er. Er nannte den neuen F-Plan einen "Meilenstein für die Entwicklung der Stadt". Piraten und Die Partei lehnten den Plan ab, es würde zu viel neue Fläche verbraucht.

Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler forderte den Rat auf, "den Kompromiss hinzukriegen". Im Einzelnen seinen die Argumente durchaus richtig. "Die Widersprüche kriegen wir aber nicht alle unter einen Hut", sagte er. Um ein "Auseinanderdriften der Gesellschaft" beim Thema Bau zu verhindern, sei ein Kompromiss unverzichtbar. Köhler: "An der räumlichen Verteilung werden wir weiter arbeiten".

Die Anträge zum F-Plan wurden mit den Stimmen von SPD und Grüne mehrheitlich beschlossen. 

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