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Göttingen: Günstige Wohnungen – aber wie?

Thema Wohnungbau im Stadtrat diskutiert Göttingen: Günstige Wohnungen – aber wie?

Eigentlich sind sich alle einig: In Göttingen fehlen bezahlbare Wohnungen. Darüber, wie und mit welchen Instrumenten der soziale Wohnungsbau am besten zügig realisiert werden kann, hat der Rat der Stadt am Freitag diskutiert.

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Thema im Rat: günstige Wohnungen.

Quelle: HAZ

Göttingen. Zunächst ging es um einen Antrag der Fraktion der Grünen mit dem Titel „Wohnungsbau jetzt“. Ulrich Holefleisch forderte mit der Einbringung des Antrags unter anderem ein „konkretes Handlungsprogramm“, eine Auflistung aller in Frage kommenden Flächen  und eine Wohnungsbaubeauftragte in der Stadtverwaltung. Erneut brachte er eine alte und bereits abgelehnte Forderung der Grünen ins Gespräch, auch Kleingartengelände als Bauland auszuweisen. Silvia Binkenstein (SPD) stellte klar: „Kleingartenflächen werden nicht in ein solches Sofortprogramm aufgenommen“.  Das sollte Bestandteil ihres einem Ergänzungsantrags sein. „Es gibt genug Flächen im Norden und Westen der Stadt für den sozialen Wohnungsbau“, sagte sie.  

Oberbürgermeister Rolf Georg Köhler (SPD) erklärte, dass man schon lange Gespräche mit Flächeneigentümern führe. Die Baulandpreise in der Stadt seien deshalb so gestiegen, weil in den vergangenen Jahren kaum noch Bauland ausgewiesen wurde, und weil die Stadt „wächst und attraktiv ist“. In den nächsten 14 Jahre würden bis zu 6000 neue Wohnungen gebraucht. Ob die geforderte „Beauftragte allerdings Sinne mache, bezweifle er. Er sprach sich dafür aus, dass die Wohnviertel in Göttingen gemischt bleiben, arme nicht an den Rand gedrängt werden. „Wir brauchen Quartiere für Menschen verschiedener Herkunft, unterschiedlicher Einkommen und Perspektiven“, sagte er. Der Antrag der Grünen soll nun im Bauausschuss weiter diskutiert werden.

Einen  zweiten, umfangreichen Antrag zum Thema Wohnungsnot lehnten die Ratsmitglieder mehrheitlich mit den Stimmen von SPD und CDU ab. Darin, so stellte es Horst Roth vor, fordern die Grünen  eine „planvolle Entwicklung“, die auch dem Willen der Politik folge und nicht nur dem „Betongold“. Klaus-Peter Hermann von der SPD fand den Antrag „überflüssig“, weil bereits ein aktuelles Gutachten über den Wohnungsmarkt vorliege. Auch Hans-Otto Arnold (CDU) sprach sich gegen  die Überweisung des u Antrags in den Bauausschuss aus. Köhler plädierte für „Ehrlichkeit“. In Göttingen werde alles über drei Stockwerke bereits als Hochhaus bezeichnet. Wenn  bei Höhe oder Abständen aufgeschrieen werde, verhindere das Bauen. „Wenn wir ehrlich sind, brauchen wir keinen weiteren Arbeitskreis.“

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