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Kostenloses Parken für Elektrofahrzeuge?

Umweltausschuss unterstützt Vorschlag Kostenloses Parken für Elektrofahrzeuge?

 Die Stadt Göttingen will künftig bei Elektrofahrzeugen auf die Parkgebühren verzichten. Einem entsprechenden Vorschlag der Verwaltung hat der Umweltausschuss des Rates bei einer Enthaltung zugestimmt. Derzeit sind in Göttingen 47 Fahrzeuge mit Elektroantrieb gemeldet.

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Elektroautos wie das Tesla Model S sind bisher kaum auf deutschen Straßen vertreten

Quelle: dpa

Göttingen. „Die Befreiung soll in den Parkzonen 1 und 2 jeweils für die Höchstparkdauer gelten“, führte Sören Koss vom Fachdienst Stadt- und Verkehrsplanung aus. Der Anregung von Felicitas Oldenburg (FDP), die Befreiung auf zwei Stunden zu begrenzen, folgte der Ausschuss nicht. In den Genuss der Befreiung kommen Batterieelektrofahrzeuge, Autos mit Hybridmotor oder mit Brennstoffzelle. Sie müssen ein Nummernschild mit dem amtlichen Zusatz E tragen.

Unzufrieden mit der Befreiung zeigte sich lediglich Ulrich Holefleisch (Grüne). Er äußerte seine grundlegende Skepsis gegenüber Autos, ob nun mit Benzin- oder mit Elektromotor. Auch von E-Autos könne man überfahren werden, gab er zu bedenken.

Mit der Gebührenbefreiung greift die Verwaltung eine Anregung aus dem Elektromobilitätsgesetz von 2015 auf. Es räumt Kommunen die Möglichkeit ein, Elektrofahrzeugen Vorrechte einzuräumen, um deren Zahl zu erhöhen. Dem Vorschlag des Bundes, die Fußgängerzone für Elektrofahrzeuge zu öffnen, verwarf die Verwaltung. Dort sollten nur vormittags Lieferfahrzeuge verkehren dürfen. Die Verwaltung verwarf auch die Idee, Elektrofahrzeuge auf Busfahrstreifen zuzulassen. Dagegen hatten sich im Vorfeld die Göttinger Verkehrsbetriebe ausgesprochen. Die Busfahrer fürchten, von Elektrofahrzeugen behindert zu werden.

Die Verwaltung soll nun eine eine Änderung der Satzung erarbeiten, über die dann der Rat entscheidet. Die Befreiung würde zunächst auf drei Jahre begrenzt. Derzeit gibt es kaum finanzielle Auswirkungen. Elektrofahrzeuge hätten nur einen Anteil von einem Prozent an allen Parvorgängen in Göttingen, so die Verwaltung. Das bedeute einen Ertragsausfall von 27.000 Euro im Jahr.

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