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Für vier zu eng

Nur vor dem Gericht werden die Parkplätze breiter Für vier zu eng

Aus vier Parkplätzen pro Parkbucht vor dem Göttinger Gerichtsgebäude sind drei geworden. Mit der Ummarkierung reagiert die Gerichtsverwaltung auf die immer breiter werdenden Fahrzeuge: „Das war zu eng für vier“, sagt Vize-Pressesprecher Dirk Beulshausen.

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Aus vier mach drei: Der Parkplatz vor dem Göttinger Gerichtsgebäude.

Quelle: Heller

Göttingen. Auch vorher standen meist nur drei Fahrzeuge in den einzelnen Buchten. Teils, weil Automobilisten mit begrenzten fahrerischen Fertigkeiten locker 50 Zentimeter vom Kantstein entfernt parkten, teils weil andere Autofahrer wegen derart vorgefundener Gegebenheiten gar nicht anders konnten, als sich selbst auf eine Grenzlinie zu stellen.

Handhabe gegen solche im strengen Sinne Falschparker habe man nicht gehabt, erklärt eine Politesse vor Ort: Schließlich könne nicht geklärt werden, wie die anderen Autos gestanden hätten, als der unkorrekt Parkende den Parkplatz angesteuert habe: „Wenn wir ein Knöllchen verteilt hätten, hätten wir uns jedesmal einen Widerspruch eingefangen, bis hin zur Gerichtsverhandlung. Und die hätten wir verloren.“

Eine Parkplatzbreite von weniger als 2,50 Meter wird schon bei Mittelklassewagen zum Problem, nicht nur bei einem SUV, heißt es beim ADAC. Der Automobilclub fordert seit Jahren diese 2,50 Meter als Parkplatz-Mindestbreite. Nicht ohne Grund: Der Golf Sportsvan, Baujahr 2015, ist im Vergleich zum 1,61 Meter breiten VW Golf I, Baujahr 1974, um 20 Zentimeter breiter. Und dazu kommen die ebenfalls breiter gewordenen Außenspiegel.

Die Stadt Göttingen habe im Gegensatz zum Landgericht keine Pläne, die städtischen Parkplätze wegen der immer breiter werdenden Autos umzumarkieren, sagt Stefanie Ahlborn aus dem Referat des Oberbürgermeisters. In Parkhäusern allerdings sei dies bereits geschehen, auch wenn dies schwierig sei: Pfeiler und andere bauliche Gegebenheiten setzten diesem Vorhaben Grenzen.

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