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„Parteilose Bürger“ taufen Lennon-Kreisel um

Fusion statt Lennon „Parteilose Bürger“ taufen Lennon-Kreisel um

Kaum getauft, ist der John-Lennon-Kreisel im Weender Industriegebiet schon wieder Geschichte. Eine anonyme Gruppe hat das Rondell in der Nacht zum Dienstag in „Fusionskreisel“ umbenannt und ein entsprechendes Schild aufgestellt. Das Lennon-Banner wurde gestohlen.

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Erst am Sonntag war der John-Lennon-Kreisel im Weender Industriegebiet getauft worden.

Quelle: Heinzel

Für die Umbenennung des erst am Sonntag dem Beatle John Lennon gewidmeten Kreisels zeichnen laut Schild „einige parteilose Bürger“ verantwortlich. Sie „begrüßen die Bewohner des Altkreises Osterode am Harz im neuen Landkreis Göttingen“.

Die Bürger waren über die Lennon-Taufaktion besorgt.

Quelle: MAH

Die offensichtlich über die Lennon-Taufaktion besorgten Bürger betonen weiter, „ein Beschluss des Ortsrats Weende oder des Rates Göttingen ist nicht nötig“. Schließlich hätte es „die selbsternannten Rocklegenden der SPD“ vorgemacht: „Man okkupiert einfach einen Platz und benennt ihn ohne Diskussion wie man gerade will“. Das Göttinger Tageblatt werde dann „häufig und wohlwollend über die Idee berichten“. Wer hinter den „parteilosen Bürgern“ steckt, ist bislang unbekannt.

Höchstwahrscheinlich Diebstahl

Obwohl Horst Reinert und seine Mitstreiter das Lennon-Banner ohne Genehmigung der Göttinger Stadtverwaltung aufgehängt haben, handelt es sich bei dem Verschwinden des Transparents in der Nacht zum Dienstag „höchstwahrscheinlich um Diebstahl“, meint der Göttinger Rechtsanwalt Patrick Riebe. Denn offenkundig habe Reinert sein Eigentumsrecht an dem Banner nicht aufgegeben. Außerdem sei beim Durchschneiden der Kabelbinder, die das Banner hielten, von einer Sachbeschädigung auszugehen. Allerdings an einer geringwertigen Sache, nämlich den Kabelbindern. Riebe: „Verfolgt wird so etwas nicht.“

Bei dem Aufstellen des Lennon-Banners wie auch des Fusionsschildes habe es sich um eine nicht genehmigte Sondernutzung gehandelt, sagt Riebe. Weil die Stadt jedoch nicht dagegen unternommen hat, sei dies bis jetzt ebenfalls unter rechtlichen Aspekten kein großes Thema.

hein

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