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Göttingen: Petition gegen Abschiebung zweier Roma-Familien

Härtefallkommission des Landes soll tätig werden Göttingen: Petition gegen Abschiebung zweier Roma-Familien

Das „Göttinger Bündnis gegen die Abschiebung der Familie Krasniqi“ hat eine Petition an die Härtefallkommission des Landes gestartet. Damit soll die Abschiebung von zwei Göttinger Roma-Familien in den Kosovo verhindert werden.

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Quelle: Screenshot der Petitionswebsite

Göttingen. Das Verwaltungsgericht hatte bei den Familien nach 17 Jahren in Deutschland mangelnde Integration festgestellt, deren Rechtsschutzanträge abgewiesen und damit die Abschiebung der beiden Familien mit insgesamt 18 Personen ermöglicht. Die Familien sind während des Kosovo-Konfliktes 1998 nach Deutschland geflohen. 13 der 18 Personen sind Kinder, von denen zwölf in Göttingen geboren sind. „Sie kennen den Kosovo nur aus Erzählungen ihrer Eltern. Deutschland ist ihre Heimat und Kosovo ein fremdes Land“, heißt es in dem Aufruf des Bündnisses. „Während die Familien in Göttingen Perspektiven haben, ihre Zukunft zu gestalten, wird ihnen dies im Kosovo nicht möglich sein“. Inzwischen hat der Anwalt der Familien gegen die drohende Abschiebung Beschwerde eingereicht. Das Bündnis beruft sich auf Artikel 3 der UN-Kinderrechtskonvention, nach der das Wohl des Kindes vorrangig zu berücksichtigen sei.

Bislang unterstützen 645 Unterzeichner die Petition. Sie fordern „ein Bleiberecht für die Göttinger Roma-Kinder und Jugendlichen sowie ihrer Angehörigen“. Zu dem Bündnis gehören das Roma Center, das Theaterprojekt Boat People Projekt, der Arbeitskreis Asyl, die Gesellschaft für bedrohte Volker, das Antirassismus Bündnis Göttingen, die evangelische Kirchengemeinde Gladebeck  die Grüne Jugend und die Initiative Alle Bleiben.

gturl.de/kosovo

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