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Göttingen-Revue feiert Premiere Mit dem Gänseliesel durch die Geschichte

Premiere Mit dem Gänseliesel durch die Geschichte

„Wo bitte gehts zum Gänseliesel“: Der Titel der Göttingen-Revue, die am Freitag in der St.-Johanniskirche uraufgeführt und am Sonnabend noch einmal gezeigt wurde, hat sich wie ein roter Faden durch das Stück gezogen. Der musikalische Streifzug durch die touristische Geschichte der Stadt wurde von rund 330 Premierengäste mit kräftigem Applaus bedacht.

Quelle: Pförtner

Göttingen. Wenn die Stadtkantorei Trios „Da-da-da“ singt, dann ist das schon etwas besonderes. Zu Beginn des Stückes, das sich um eine Theateraufführung dreht, lief es musikalisch etwas getragen an, spätestens nach der Pause aber gewann die Revue dann ordentlich an Schwung. Nicht nur Trio, auch Barbaras Chanson oder die 68er-Hymne „We shall overcome“ oder das Solo „Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt“ ließen die Gäste mitschwingen.

Das Stück, anlässlich des 125. Geburtstags des Vereins Göttingen Tourismus und aufgeführt von Christoph Huber, Stefan Dehler und Maja Müller-Bula, drehte sich um ein Theaterstück. Der Regisseur (Dehler) muss dabei mit allerlei Tücken klar kommen. Weder der Göttinger Regen, noch der Tanz der 32 Gründungsmitglieder des Tourismus-Vereins, weder die Flugzeuge noch die Trabbiparade hat die Requisite parat.

Unterstützt werden die drei Profischauspieler von Schülern des Hainberg- und des Max-Planck-Gymnasisums. Episode für Episode geht es vom späten 19. Jahrhundert über den zweiten Weltkrieg in die Wirtschaftswunderjahre und weiter über die Zeit des Mauerfalls bis ins neue Jahrtausend. Immer hat die Kantorei die passende Musik auf Lager. Und: Egal ober der Kriegsheimkehrer, die englische Touristin oder der moderne Nerd, sie alle wollen wissen, wo es denn nun zum Gänseliesel geht.

Die amüsante  Revue ist gespickt mit Göttinger Eigenarten – es geht auch um die Wurst, Bier und das Temperament der Göttinger. Denn, so meint „Lena“ (Müller-Bula) als bürgerliche Dame der Jahrhundertwende, „die Menschen in Göttingen sind nicht zu überschwänglich aber auch keine kalten Fische“.

Am 9. und 10. Oktober ist die Revue wieder zu sehen.

Der Wochenrückblick vom 3. bis 9. Dezember 2016