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Göttingen: Schwerverletzte nach Gasexplosion weiter in Lebensgefahr

Weender Tor Göttingen: Schwerverletzte nach Gasexplosion weiter in Lebensgefahr

Nach wie vor schweben die beiden Opfer der Gasexplosion vom Freitagmorgen an der Blutspendedienststelle an der Berliner Straße in Lebensgefahr. Ihr Zustand habe sich kaum verändert, teilte die mit der Untersuchung des Unfalls beauftragte Polizei Northeim mit.

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Quelle: Theodoro da Silva/Archiv

Göttingen. Die 54-jährige Ärztin und der 30-jährige Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes liegen in Spezialkliniken. Sie hatten schwerste Brandverletzungen erlitten, nachdem sie im Treppenhaus des Blutspendedienstes eine gefährliche Menge Gas angesammelt hatte. Dort hatten sie den Lichtschalter betätigt, was offenbar die Explosion auslöste. Erdgas ist leichter als Luft und verflüchtigt sich im Falle einer Leckage normalerweise schnell. Warum sich im Treppenhaus dennoch ein zündfähiges Gemisch bilden konnte, wird weiter untersucht. Ein Erdgas-Luftgemisch sei ab vier bis fünf Prozent und bis etwa 17 Prozent Erdgasanteil entzündlich, erklärte der technische Vorstand der Stadtwerke, Gerd Rappenecker, am Dienstag und korrigierte eine zuvor falsch berichtete Zahl.

Das Gas war aus einer undichten Leitung an der Berliner Straße ausgetreten. Bislang berichtete niemand von einem Gasgeruch in diesem Bereich vor der Explosion. Dem Göttinger Erdgas mischen die Stadtwerke einen Geruchsstoff namens Odor-S-Free bei. Der neue Geruchsstoff riecht anders als die frühere, leicht schweflig-faulig riechende Beimischung. Die Symrise-Substanz besitzt einen lösungsmittelartigen Geruch, den Versuchspersonen laut Untersuchungen des Deutschen Vereins des Gas- und Wasserfaches dennoch mit Erdgas in Verbindung brachten. Wie die schwefelhaltigen Vorgängersubstanzen ist Odor-S-Free ebenfalls in äußerst geringen Mengen wahrnehmbar. Das Restaurant Vapiano, das sich im Erdgeschoss des Grotefendgebäude befindet, soll ab Mittwoch wieder geöffnet werden. hein

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