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Göttingen: Stadt der Alleinwohner

59 Prozent der Haushalte bestehen aus einer Person Göttingen: Stadt der Alleinwohner

In der Universitätsstadt Göttingen dominieren die Einpersonenhaushalte, die 59 Prozent aller Haushalte ausmachen. Kinder kommen nach Zahlen der Stadtverwaltung nur noch in 13 Prozent der Haushalte vor. Zugleich gibt es immer weniger Ehepaare in Göttingen.

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In nur 13 Prozent aller Göttinger Haushalte gibt es Kinder.

Quelle: Mischte

Göttingen. „Wohl keine andere Stadt in Deutschland hat einen so hohen Anteil von allein wohnenden und wirtschaftenden Einwohnern wie die Universitätsstadt in Südniedersachsen vorzuweisen“, heißt es im aktuellen Göttinger Statistik-Journal der Stadtverwaltung. Die Veröffentlichung befasst sich unter anderem mit der Haushaltsstruktur in Göttingen. Dabei werden Daten des Göttinger statistischen Informationssystems Gösis für 2014 ausgewertet.

Danach lebten in diesem Jahr in der Stadt Göttingen die rund 130 000 Einwohner in 77 600 Haushalten. 59 Prozent davon bestanden nur aus einer Person. In 17 Prozent der Haushalte lebten Ehepaare ohne Kinder, in sechs Prozent unverheiratete Paare ohne Kinder. Außerdem gab es knapp fünf Prozent sonstige Mehrpersonenhaushalte ohne Kinder.

Familien mit Kindern sind im Stadtgebiet eine Ausnahme: Kinder kamen nur in 13 Prozent aller Haushalte vor. Diese setzen sich zusammen aus Haushalten mit verheirateten Eltern (8,3 Prozent), Haushalten mit unverheirateten Eltern (1,4 Prozent) und Haushalten mit Alleinerziehenden (3,3 Prozent). Von den verheirateten und unverheirateten Paaren hatten 70 Prozent keine Kinder.

Zwischen den Stadtteilen gibt es allerdings deutliche Unterschiede. In der Innenstadt war der Anteil der Einpersonenhaushalte mit 79 Prozent am größten. Es folgen die Nordstadt (69 Prozent) und Weende (65 Prozent). Die Erklärung dafür laut Statistik-Journal: „Dort wohnt ein Großteil der studentischen Bevölkerung wegen des großen Angebots an Wohnheimplätzen und anderer günstiger Wohngelegenheiten sowie der räumlichen Nähe zu den Einrichtungen der Universität.“

Stadtbezirke mit einem hohen Anteil an Mehrpersonenhaushalten lägen dagegen im Süden und Westen der Stadt mit ihren ausgeprägten Einfamilienhausgebieten. Den höchsten Anteil an Mehrpersonenhaushalten gab es mit 63 Prozent in den westlichen Stadtbezirken, zu denen Groß Ellershausen, Hetjershausen, Knutbühren, Elliehausen, Esebeck und Holtensen zählen. Es folgen die östlichen Stadtbezirke (Nikolausberg, Herberhausen und Roringen) mit 58 Prozent und Geismar mit 52 Prozent.

Der Anteil der Haushalte mit Kindern war in den westlichen Stadtbezirken mit 24 Prozent am höchsten, gefolgt von den östlichen Stadtbezirken (19 Prozent), Grone (18 Prozent) und Geismar (17 Prozent). Am niedrigsten war der Anteil der Haushalte mit Kindern in der Innenstadt (vier Prozent), gefolgt von der Nordstadt (sieben Prozent) und Weende (neun Prozent).

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