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Göttingen, Stadt des Karnevals? Göttinger sind zwiegespalten

Marktumfrage Göttingen, Stadt des Karnevals? Göttinger sind zwiegespalten

Der Karneval ist am Mittwoch in Deutschland ausgebrochen. Zumindest in einigen Gebieten: Im Eichsfeld geht es entsprechend festlich her, doch in Göttingen bleibt es still. Aber muss das so sein? Das Tageblatt suchte auf dem Wochenmarkt nach Karnevalisten. Jeck oder nicht Jeck, war die Frage.

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Jeck oder nicht Jeck? Das ist die Frage.

Quelle: DPA

Göttingen. „Hier ist nix los“, sagt die gebürtige Mainzerin Marianne Mühlenberg . „Es ist schade, aber es lässt sich nicht erzwingen.“ In Mainz sei es Teil der Kultur, aber in Göttingen nicht, erklärt die Göttingerin.

„Ich finde es schade, dass Karneval in Göttingen nicht so viel Aufmerksamkeit bekommt“, sagt Nadine Alig aus Weende. In ihrer Heimat in Unterfranken würde wesentlich mehr gefeiert.

Eine Rosdorferin bedauert ebenfalls, dass in Göttingen kaum Karneval gefeiert wird. „In Göttingen ist nicht viel los“, sagt sie. Gelegentlich besuche sie aber Fasching-Veranstaltungen.

„So weit es geht, habe ich Karneval vermieden“, sagt Stefan Zimmermann aus Göttingen. Als er in Mainz gearbeitet habe, sei es „schön ruhig im Büro gewesen“, während sich die Kollegen als Jecken dem Kölsch hingaben.

Carolin Maltzer aus Geismar hat zum Thema Karneval eine eindeutige Meinung: „Ich finde es blöd.“ Sie brauche „so ein Brimborium nicht“.

„Im öffentlichen Raum muss so ein Veranstaltung nicht sein“, sagt Ute Drühmeier . Ihr seien die Straßenumzüge und das bunte Treiben in der Öffentlichkeit zuviel. „In den Vereinen ist es jedoch okay“, sagt die Göttingerin.

„Ach, Göttingen ist doch keine Karnevalsstadt“, erklärt eine Göttingerin, die nicht mit Namen genannt werden möchte. Es sei zwar schade, aber Göttingen ist ja auch keine katholische Gegend. „Ins Eichsfeld passt es, doch nicht nach Göttingen“, sagt sie.

Von Björn Lorenz

Marianne Mühlenberg: „Hier ist nix los“, sagt die gebürtige Mainzerin Marianne Mühlenberg. „Es ist schade, aber es lässt sich nicht erzwingen.“ In Mainz sei es Teil der Kultur, aber in Göttingen nicht, erklärt die Göttingerin.

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