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Göttingen Tourismus: Jahresberichte 2015

Steigende Personalkosten können kaum mehr erwirtschaftet werden Göttingen Tourismus: Jahresberichte 2015

Die steigenden Personalkosten für die Mitarbeiter des Vereins Göttingen Tourismus können kaum mehr aus eigener Kraft erwirtschaftet werden. Das hat Geschäftsfüherin Angelika Daamen während der Hauptversammlung verkündet. Deshalb ist für 2016 ein negatives Betriebsrgebnis kalkuliert.

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Quelle: Hinzmann

Göttingen. Es sei Zeit, über die Höhe des städtischen Zuschusses Gedanken zu machen, der seit 2001 unverändert bei rund 212 000 Euro liege, sagte Daamen. Die Tarifsteigerungen seither bezifferte sie auf etwa 30 Prozent.

„Jetzt sind wir an dem Punkt, an dem wir das nicht mehr selbst erwirtschaften können.“ Im Wirtschaftsplan für 2016 sei daher ein Defizit in Höhe von 9600 Euro eingeplant, was in etwa den Personalkostensteigerungen entspreche.

Das Defizit ließe sich nur abfangen, „wenn wir den Marketing-Etat herunterfahren würden“, sagte die Geschäftsführerin. Das aber wäre der falsche Weg, meinte nicht nur Daamen. Auch der Vorsitzende des Vereins Göttingen Tourismus, Göttingens Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler, sagte, die Stadt müsse sich über die Höhe des Zuschusses Gedanken machen.

„Ein tolles Team“

Das Jahr 2015 habe ganz im Zeichen des 125-jährigen Bestehens gestanden. Viele Stunden Arbeit und etliche Aktivitäten habe es gegeben – von der Plakatausstellung und einem Festakt mit Präsentation der Vereinschronik über die große Jubiläumswoche im Kaufpark mit Erstaufführung des neuen Stadtfilms bis hin zum Tag der offenen Hotels, dem Theaterstück „Wo bitte geht‘s zum Gänseliesel?“ und dem sechswöchigen Stadtführungsfestival mit 41 Führungen und fast 850 Teilnehmern.

Daamen zog trotz der zusätzlichen Arbeit ein durchweg positives Fazit des Jubiläumsjahres und dankte ihrem „tollen Team“.

„Lustige Wellenbewegung“

Daamen informierte die Mitglieder des Vereins in ihrem Jahresbericht 2015 auch über die Entwicklung der Provisionen und Verkaufserlöse. Bei der Zimmervermittlung sei gegenüber 2014 ein Minus von 4,59 Prozent – in absoluten Zahlen sind das 2343 Euro – zuverzeichnen.

Die Erlöse aus dem Ticketverkauf blieben nahezu stabil, und eine „lustige Wellenbewegung“ sei beim Merchandising, also dem Verkauf von Souveniers, zu beobachten. Hier gehe es mal rauf, mal runter, wobei der meiste Umsatz im Vorweihnachtsgeschäft gemacht werde. 2015 sank der Umsatz allerdings um 3,46 Prozent auf 94 539 Euro.

Pro-City-Gutscheine sind Erfolgsstory

Als Erfolgsstory bezeichnete Daamen schließlich den Pro-City Geschenkgutschein. Wieder erwarten wurden 2015 gegenüber dem Vorjahr 4,25 Prozent mehr Gutscheine ausgegeben – in Summe fast 35 000 Stück.

In ihrem Ausblick wies Daamen auf erforderliche technische Neuerungen hin. So etwa werde die bestehende Göttingen App ab Juni durch eine neue mit erweiterten Funktionen ersetzt. Außerdem müsse ein neues Online-Buchungssystem eingerichtet werden.

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Von Redakteur Britta Eichner-Ramm

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