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Göttinger wegen Vergewaltigung zu drei Jahren Haft verurteilt

Vor Gericht Göttinger wegen Vergewaltigung zu drei Jahren Haft verurteilt

Für drei Jahre muss ein 38 Jahre alter Göttinger ins Gefängnis. Das Landgericht erkannte ihn am Mittwoch für schuldig, am 3. August 2013 eine Bekannte in der Küche seiner damaligen Wohnung vergewaltigt und sie durch Schläge und durch Schubsen verletzt zu haben.

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Quelle: dpa

Göttingen. Das Gericht hatte seit November an sieben Verhandlungstagen unter Ausschluss der Öffentlichkeit verhandelt. Einzig die Urteilsbegründung am Mittwoch erfolgte öffentlich.

Der einschlägig vorbestrafte Angeklagte hatte während der gesamten Verhandlung geschwiegen. Erschwert wurde die Rechtsfindung zudem, weil sich das unter einer Borderline-Erkrankung leidende Opfer in den verschiedenen Aussagen bei der Polizei, beim Arzt, bei einem Sachverständigen und vor Gericht vielfach widersprach. Letztlich habe das Gericht aber jenen Teil des Tatablaufs, der in allen Aussagen identisch geschildert wurde, als wahr annehmen können, hieß es in der Urteilsbegründung. Die Erkrankung, so ein Sachverständiger, ändere daran nichts. Bei der Schilderung des Kerngeschehens sei die leicht zu beeinflussende Frau nicht Opfer von Suggestion geworden. Außerdem habe selbst der Angeklagte bei der Polizei sexuelle Handlungen zugegeben, jedoch behauptet, sie seien einvernehmlich gewesen. Und massive Widersprüche, so Richter August-Wilhelm Marahrens, habe es auch auf Seiten des Angeklagten bei dessen Aussagen bei der Polizei gegeben. Ausschlaggebend aber sei gewesen: Die Geschädigte habe keinerlei Motiv dafür, den Angeklagten falsch zu belasten. Das Gericht rechnet dennoch mit einem Revisionsantrag.

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