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„Wir brauchen Hilfe“

Waldorfschulen fordern mehr Geld „Wir brauchen Hilfe“

Niedersachsens Waldorfschulen fordern mehr Geld. Das Finanzierungsproblem sei so groß, dass fällige Renovierungsarbeiten nicht durchgeführt und Lehrer nicht adäquat bezahlt werden könnten. „Der Haushalt lässt es nicht zu“, sagt Susanne Evertz, Geschäftsführerin der Waldorfschule Göttingen.

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Göttingen. „Beweg dich! Für eine faire Schulfinanzierung“ lautet die Kampagne, mit der die Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Waldorfschulen mehr Geld von der Landesregierung fordert. 4307 Euro erhalten die Waldorfschulen in Niedersachsen pro Jahr pro Schüler – 500 Euro weniger als der Bundesdurchschnitt.

In Göttingen sieht sich die Geschäftsführung dadurch gezwungen hohe Schulgelder – durchschnittlich 200 Euro pro Monat – von den Eltern zu verlangen. „Weil wir die Schule sonst nicht am Leben halten können“, sagt Evertz. Durch das schmale Budget habe sich mittlerweile ein Renovierungsstau gebildet, zudem habe die Schule das Problem, dass sich kaum Lehrer finden, die zu den angebotenen Bezügen und Stunden arbeiten wollen. „Wir brauchen Hilfe“, fordert die Geschäftsführerin deutlich.

Die Finanzierungs-Kampagne hat ein klares Ziel: Gleiche Gelder zu bekommen wie die Staatsschulen. Denn: „Wir machen die gleiche Arbeit, verfolgen nur ein anderes pädagogisches Konzept“, erläutert Evertz. Einerseits möchte sie qualifizierte Lehrer an die Schule locken, andererseits könne sie diesen aufgrund der finanziellen Lage oft nur eine Dreiviertelstelle und deutlich weniger Geld als eine staatliche Schule anbieten. „Da beißt sich die Katze in den Schwanz.“ yah

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