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Mäuse!

Wochenendkolumne Mäuse!

Ich hab‘s satt!  Die kommen hierher und vermehren sich wie die Karnickel. An unsere Regeln halten sie sich ohnehin nicht und schmutzig sind sie auch. Von den kulturellen Unterschieden will ich gar nicht erst reden. Ich sag‘s, wie es ist: Die passen hier einfach nicht her. Neulich lag sogar eine tot bei uns vor der Tür. Das ist doch keine Art. So etwas macht man nicht. Wie sieht denn das aus. Am Ende nehmen sie uns erst die Frauen und dann den Job weg ... so rein bildlich gesprochen.

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Eine Hausmaus.

Quelle: dpa

Verstehen Sie mich nicht falsch, ich hab nichts gegen Mäuse. Die können ja gerne irgendwo existieren, aber doch nicht hier.

Stand ja auch gerade diese Woche wieder in der Zeitung. Haben Sie das gelesen? Da haben fleißige Forstarbeiter die Schäden, die der Sturm Kyrill 2008 in den deutschen Wäldern angerichtet hat, in mühevollen Arbeit beseitigt. Und was macht dieses Gesindel? Einfach alles wieder kaputt. Ganz genau wie bei uns. Sie müssten mal unseren Garten sehen. Ein Loch am anderen. Unterbrochen nur von den riesigen Maulwurfshaufen. Und ich meine riesig. Einen davon nutzen die Kinder als Rodelberg. Aber zu dem Kollegen komme ich vielleicht ein anderes Mal.

Markus Scharf

Markus Scharf

Quelle:

In den letzten Wochen ist die Situation mit den Mäusen zugegebenermaßen etwas eskaliert. Denn sobald es ein bisschen kalt wird, wollen die Herrschaften natürlich ins Warme. Aber da hört es echt auf. Gehen ohne zu fragen ans Essen und kacken hinterher einfach auf den Boden, als wäre das ganz normal. Und wessen Problem ist das dann? Klar. Aber man darf ja nichts sagen, sonst ist man gleich der Buhmann der Nation und hat ganze Heerscharen von politisch-korrekt Empörten am Hals. Ich frage mich nur, was passieren würde, wenn ich mal einfach so bei denen über den Tisch laufen und die Frauen des Hauses erschrecken würde. Oder ihnen frech aus der Gießkanne entgegengrinsen würde?

Das Problem ist doch, dass man eigentlich gar nichts dagegen tun kann. Gegen traditionelle Schlagfallen votiert der Familienrat, gegen Gift der gesunde Menschenverstand und gegen Flammenwerfer das Waffengesetz. Hat da irgendwer Lebendfallen gesagt? Ach, hören Sie doch auf. Ich will die weg haben und nicht einsammeln. Mauer bauen und Einreise verbieten, klappt bei den herrschenden Mehrheitsverhältnissen auch nicht. Ich hatte sogar schon überlegt, die Idee des Herrn Professor Richter von den Zietenterrassen zu adaptieren und einen offenen Empörungsbrief zu schreiben. Aber das bringt am Ende im schlimmsten Fall auch nur Schelte von Doris Schröder-Köpf. Und wer will die? Schelte meine ich.

Ich habe noch nicht aufgegeben. Sollten Sie weitere Lösungsansätze im Kampf gegen ungeliebte Minderheit ersonnen haben, schreiben Sie mir direkt unter m.scharf@hassaufmäuse.de.

Wünsche ein schönes Wochenende!

Sie erreichen den Autor unter m.scharf@goettinger-tageblatt.de.

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Der Wochenrückblick vom 26. November bis 2. Dezember 2016