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Göttingen auf dem Segway erkunden

Der größte Fehler beim Fahren: „Zu viel denken“ Göttingen auf dem Segway erkunden

Eine Führung der besonderen Art ist am Sonntag in Göttingen angeboten worden: Eine elfköpfige Gruppe von Göttingern und Touristen erkundete die Stadt auf dem Segway. Bei der Hitze eine bequeme Art der Fortbewegung.

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Segwaytour durch die Innenstadt.

Quelle: Heller

Göttingen. Als sie und die anderen Teilnehmer vor der Johanniskirche zusammenkamen, verkündete Sabine Müller gut gelaunt, dass sie „Spannung und Abenteuer“ erwarte. Wenig später wurde der 48-Jährigen jedoch mulmig zumute. Und zwar an der Stelle, an Guide Artem Trut erklärte, was der größte Fehler beim Segway-Fahren ist: „Zu viel denken.“ Stattdessen sollten die Bewegungen „automatisch“ erfolgen. Müller reagierte abwartend: „So viel Abenteuer wollte ich nun auch wieder nicht erleben.“

Doch wenig später war Müllers Skepsis verflogen: „Ist ja ganz einfach.“ Und tatsächlich: Wer erst einmal auf dem elektrisch angetriebenen, zweirädrigen Gefährt steht, stellt rasch fest, dass das Fahren tatsächlich ganz simpel ist. Den Lenker ein wenig nach links oder rechts drehen, den Oberkörper nach vorn oder hinten beugen – schon geht es problemlos voran. Und so sauste die Gruppe bald durch Göttingen, als hätte sie nie etwas anderes getan. Durch die Fußgängerzone zum Wilhelmplatz, quer durch den Cheltenham-Park, auf dem Wall entlang. Anschließend über die Godehardstraße zur Leine, am Ufer entlang zurück in die Innenstadt.

Zwischendurch wurden Stopps eingelegt. Schließlich erklärte der Tour-Guide auch Details zur Stadtgeschichte und Kultur. Was zählte, war aber eindeutig das Segway-Fahren. Von dem alle begeistert waren – auch Bernd Kolbach. Obwohl der 47-Jährige feststellen musste, dass die Fortbewegung mit dem Gefährt nicht völlig ungefährlich ist. Vor dem historischen Gebäude der Staats- und Universitätsbibliothek im Papendiek übersah der Klinikums-Angestellte nämlich ein Hindernis in Form einer weggeworfenen Fahrradfelge – und stürzte. Zum Glück gab es nur eine kleine Schramme: Ein Küsschen von Frau Daliah, und alles war wieder gut.

„Ich mag mein Gefährt gar nicht mehr hergeben“, sagte Johannes Hennecke (64) am Ende der Tour. Die wird in dreiwöchigen Abständen von der Firma „time to team“ aus Springe in Zusammenarbeit mit dem Verein Göttingen Tourismus angeboten. Übrigens: Segways sind  bis zu 20 Kilometer pro Stunde schnell und mit einem Kennzeichen ausgestattet.

hr

goettingen-tourismus.de

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