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Göttingen entsorgt giftiges Kieselrot

Drei Lager sollen geräumt werden Göttingen entsorgt giftiges Kieselrot

Die Stadtverwaltung Göttingen beginnt mit den Sommerferien, den mit Dioxinen belasteten Kieselrotbelag von drei Sportplätzen auf einer Deponie zu entsorgen. Voraussichtlich ab der kommenden Woche soll zuerst das Lager am Maschpark abgetragen werden.

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Göttingen. Hierzu werde das Material fachgerecht in Container geladen und zu einer Verwertungsanlage transportiert. Dort wird der Kieselrot bei hohen Temperaturen thermisch gereinigt, heißt es in einer Mitteilung der Stadtverwaltung.

Bei Kieselrot handelt es sich um eine rote Schlacke, die bei der Kupfergewinnung anfällt und in Deutschland in den 1950er- und 1960er-Jahren vor allem als Belag für Sportplätze verwendet wurde. Eine Belastung von Kieselrot mit Dioxinen wurde erst Anfang der 1990er-Jahre entdeckt.

Auf drei Plätzen im Göttinger Stadtgebiet kam Kieselrot zum Einsatz. Es handelt sich dabei um Flächen im Bereich der Groner Astrid-Lindgren-Schule, der Weender Voigt-Realschule und am Maschpark am Maschmühlenweg. Die Entsorgung im Maschpark soll, so der Zeitplan der Stadtverwaltung, von Montag, 19., bis Freitag, 30. Juni, dauern. Im Anschluss ist zwischen dem 3. und 14. Juli die Abfuhr des Materials im Bereich der Astrid-Lindgren-Schule geplant, vom 17. bis 20 Juli 2017 soll das Kieselrotdepot an der Voigt-Realschule entsorgt werden.

Die Entsorgung des Kieselrotbelag kostet rund 850000 Euro. Der Rat der Stadt hatte im Dezember dieser überplanmäßigen Aufwendung zugestimmt.

Die Stadt hatte den Boden der drei sanierten Flächen im November durch einen Sachverständigen analysieren lassen. "Nach dessen Gutachten bestand durch die Kieselrotbestände auch weiterhin keinerlei Gefährdung", heißt es in der Mitteilung.

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