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Göttingen hat 47 Menschen in ehemaliger Voigtschule untergebracht

Bis zum Verkauf Flüchtlingsunterkunft Göttingen hat 47 Menschen in ehemaliger Voigtschule untergebracht

Seitens der Stadt Göttingen ist der Verkauf der Voigtschule an das Goethe-Institut beschlossene Sache. Der Rat stimmte der Transaktion im März zu. Derzeit sind in dem ehemaligen Schulgebäude an der Bürgerstraße aber noch 47 Flüchtlinge untergebracht. Die Stadt geht davon aus, das Gebäude im laufenden Jahr zunächst weiter als Flüchtlingsquartier nutzen zu können.

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Quelle: Vetter

Göttingen. Mit dem Beschluss im März waren die Überlegungen der Stadtverwaltung, das Städtische Museum in der Voigtschule einzuquartieren, vom Tisch. Rund 4,5 Millionen Euro Kosten waren für den Umbau zu musealen Zwecken kalkuliert worden. Die Umzugspläne waren nicht unumstritten. Das Vorhaben, den seit Jahren schrittweise sanierten historischen Museums-Standort am Ritterplan aufzugeben, stieß in der Diskussionphase auf heftige Kritik der Bevölkerung. Auch der Geschichtsverein Göttingen zählte zu den Gegenern des Vorhabens: Das Areal am Ritterplan aus dem 15. bis 19. Jahrhundert zähle zu den stadt- und baugeschichtlich bedeutendsten Ensembles innerhalb des Walles, argumentierten seine Mitglieder. Das Ensemble zu bewahren und nach Möglichkeit für die Öffentlichkeit zugänglich zu halten, sei gesetzlicher Auftrag gemäß Niedersächsischem Denkmalschutzgesetz.

Das Goethe-Institut, bis 2016 Mieter der Stadt im sanierungsbedürftigen Fridtjof-Nansen-Haus, will die Voigtschule für 400 000 Euro kaufen und für Unterrichtsveranstaltungen sowie die eigene Verwaltung nutzen. Aber auch eine Vermietung von Räumlichkeiten an städtische Kultureinrichtungen sei möglich, hieß es in Gesprächen mit der Stadtverwaltung.

Die Stadt will das Gebäude zunächst weiter als Flüchtlingsunterkunft einbinden. Die Entscheidungen in den Gremien des Goethe-Instituts würden voraussichtlich Anfang September getroffen, erklärt Detlef Johannson, Sprecher der Göttinger Stadtverwaltung, auf Anfrage. „Wir gehen davon aus, dass uns die ehemalige Voigtschule mindestens noch 2015 zur Unterbringung von Flüchtlingen zur Verfügung stehen wird.“

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