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Göttingen ist Hochburg der Diebe

Platz 19 von 119 Göttingen ist Hochburg der Diebe

Göttingen zählt zu den Diebstahl-Hochburgen: Fast 1,3 Millionen Diebstähle hat die Polizei im vergangenen Jahr registriert. 2782 Taten pro 100 000 Einwohner waren das. Kassel und Hannover sind noch häufiger betroffen.

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Diebstahls-Hochburg Göttingen: Blitzschnell verschwinden Geldbörde oder Mobiltelefon.

Quelle: Hinzmann

Göttingen. Ganz oben im Diebstahlranking, ermittelt vom Internet-Reisebüro ab-in-den-urlaub.de: Düsseldorf . Im Jahr 2011 wurden dort 26 888 einfache Diebstähle angezeigt – 4539 Diebstähle pro 100 000 Einwohner und damit 105 Prozent über dem bundesdeutschen Durchschnitt. Auf Platz zwei: Köln mit 38 441 Diebstählen, 3779 pro 100 000 Einwohner. Es folgen Frankfurt/Main und Hamburg .

In der Liste der 119 untersuchten Städte steht Göttingen auf Platz 19: 3376 angezeigte Diebstähle oder 2782 Taten pro 100 000 Einwohner ergeben die negative Top-Position mit einer um 26 Prozent höheren Diebstahlquote als im Bundesdurchschnitt. Schwacher Trost: In Kassel (Platz 17 mit 5565 Diebstählen absolut oder 2832 pro 100 000 Einwohner) und Hannover (Platz 13 mit 15 114 Taten gesamt oder 2874 je 100 000 Einwohnern) ist es noch schlimmer.

Wie in anderen Städten auch führt die Polizei den Wiederanstieg der Zahlen beim einfachen Diebstahl unter anderem auf das verstärkte Auftreten organisierter Diebesbanden, häufig aus Osteuropa, zurück. Aber auch die sogenannte Beschaffungskriminalität von Drogenabhängigen wird für den Anstieg der Deliktanzahl verantwortlich gemacht.

Komplette Handtaschen werden etwa im Gedränge, beispielsweise in Bahn oder Bus, ausgeräumt. Blitzartig verschwinden dabei Mobiltelefone, Geldbörsen oder andere leicht zugängliche Dinge. Auch besonders oft im Visier der Diebe: Ladengeschäfte für den „kleinen Ladendiebstahl zwischendurch“.

Insgesamt häufiger von Diebstahl betroffen sind die Bewohner größerer Städte. Einen merkwürdigen Ausreißer verzeichnet die Statistik indes. Auf Platz fünf der Diebstahlhochburgen landet die kleinste der 119 in der Studie untersuchten Kommunen: das Städtchen Heide in Schleswig Holstein. Die 20 000-Einwohner-Stadt verzeichnete 692 Diebstähle im Jahr 2011 – 3325 Delikte pro 100 000 Einwohner. Als vergleichsweise sichere Städte hingegen gelten der Studie zu Folge unter anderem München , Dresden , Potsdam , Erfurt und Rostock .

Und auch von Paderborn (Platz 110 mit 4389 Diebstählen absolut oder 1458 Fällen pro 100 000 Einwohner) halten sich Diebe eher fern als von anderen Städten. Als sicherste Stadt führt die Untersuchung Aaalen in Baden-Württemberg auf – 794 Diebstähle insgesamt oder 1206 pro 100 000 Einwohner.

Bundesweit nähern sich die Diebstahlswerte zum ersten Mal seit 2007 wieder der 1,3 Millionen-Marke an. Im Jahr zuvor waren es noch 1,23 Millionen Einzeltaten. Besonderen Anteil an dieser Steigerung haben wiederum die stark städtisch geprägten Gebiete in Deutschland wie Nordrhein-Westfalen (27 308 Delikte mehr) und die Stadtstaaten Berlin (12 033 Delikte mehr) und Hamburg (4097 Delikte mehr). Gerade mal 45 Prozent der Diebstähle werden bundesweit aufgeklärt. Göttingen liegt hier mit gut 42 Prozent knapp darunter.

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