Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -6 ° wolkig

Navigation:
Göttingen ist Hochburg für Fahrraddiebe

Bundesweit auf Platz 7 Göttingen ist Hochburg für Fahrraddiebe

Bei der Häufigkeit von Fahrraddiebstählen nimmt Göttingen bundesweit einen Spitzenplatz ein. Auf einer Liste von 100 untersuchten Städten steht Göttingen auf Platz sieben. Die Landeshauptstadt Hannover liegt auf Platz 17, Kassel auf Platz 70.

Voriger Artikel
Sexuelle Belästigung per "Jodel"-App in Göttingen
Nächster Artikel
Göttinger Entsorgungsbetriebe laden zum Warentauschtag

Mit einem Bolzenschneider ist ein Fahrradschloss schnell geknackt.

Quelle: dpa

Göttingen. Insgesamt 1336 Fahrraddiebstähle seien im Jahr 2014 in der Stadt Göttingen angefallen, weist eine aktuelle Untersuchung von billiger.de, einem Verbraucherportal für Produkt- und Preisvergleiche, aus. Auf 100.000 Einwohner gerechnet, sind dies 1143 Diebstähle. Zum Vergleich: In der Diebstahlhochburg Nummer eins, Cottbus, wurden 2030 Diebstähle pro 100.000 Einwohner registriert. Am anderen Ende der Skala: Remscheid mit 67 Fahrraddiebstählen.

 
Die Zahl der Fahrraddiebstähle in Göttingen liegt damit um 91 Prozent über dem Bundesdurchschnitt. Beim Spitzenreiter Cottbus sind es 239 Prozent. Allerdings: Es gibt auch Hoffnung für Göttingen. Gegenüber 2013 ging die Zahl der Fahrraddiebstähle um gut ein Fünftel zurück. Mit einer Aufklärungsquote von 12,4 Prozent liegt Göttingen im Mittelfeld.

 
Die Statistik von billiger.de listet zudem den Anteil von Nichtdeutschen an der Gesamtzahl der Tatverdächtigen auf. In Göttingen liegt diese Quote bei 28 Prozent. Spitzenreiter hier ist Frankfurt/Main mit 81 Prozent. Die niedrigste Quote weist Plauen in Sachsen mit null Prozent und das thüringische Gera mit zwei Prozent aus. Kein Wunder: Dort gibt es sehr viel weniger Ausländer.

 
Auch die Göttinger Polizei meint, die Stadt biete Fahrraddieben weiterhin ein reiches Betätigungsfeld. Die Ermittler sehen Intensivtäter am Werk, die einzeln oder als Tätergruppe Fahrräder stehlen und komplett oder in Einzelteile zerlegt auf unterschiedlichen Wegen verkaufen. Im vergangenen Jahr sei allerdings eine Reihe von Tätern festgenommen worden, wodurch andere offenbar abgeschreckt wurden.

Tipps der Polizei zur Vorbeugung:

  • Fahrrad mit Rahmen, Vorder- und Hinterreifen mit massiven Schlössern an feststehenden Gegenständen anschließen.
  • Zum Abstellen möglichst belebte Orte wählen.
  • Fahrradzubehör immer mitnehmen, nicht am Rad lassen.
  • Fahrradrahmennummer aufschreiben und mit der auf der Rechnung angegebene Nummer abgleichen.
  • Farbfoto vom Fahrrad anfertigen.
  • Beim Kauf gebrauchter Fahrräder auf einen Eigentumsnachweis achten, Daten des Verkäufers notieren.
  • Fahrradpass besorgen, sorgfältig ausfüllen und mit dem Kaufbeleg aufbewahren (wichtig als Eigentumsnachweis).
  • Den Fahrradpass gibt es als Printversion aber auch als kostenlose App.
Voriger Artikel
Nächster Artikel
Schauspieler-Casting im Göttinger „Kauf Park“