Volltextsuche über das Angebot:

9 ° / 8 ° Regenschauer

Navigation:
Göttingen lässt weitere 62 Bäume fällen

Sturmschäden und neue Pflanzen im Kataster Göttingen lässt weitere 62 Bäume fällen

Die Stadt Göttingen lässt noch in diesem Winter weitere 62 Bäume fällen. Zugleich sollen 32 davon durch neue Bäume ersetzt werden. Damit erweitert die Verwaltung ihre im vergangenen September vorgelegte Fällliste noch einmal um 50 Prozent: Bisher sind darin 122 Bäume aufgelistet.

Voriger Artikel
Auszeichnung für "fit für Pisa"
Nächster Artikel
Streitschlichtung in Flüchtlingsunterkünften

Die meisten der 62 Bäume haben einen Stammumfang von mehr als 1,20 Meter.

Quelle: Wenzel

Göttingen. Die Liste sei mit dem Göttinger Arbeitskreis Baumschutz des BUND und der Unteren Naturschutzbehörde abgestimmt, betont die Verwaltung in einer Stellungnahme für den Umweltausschuss des Rates. Aufgefallen seien die Bäume zum Teil bei weiteren Kontrollen nach heftigen Stürmen in der Zeit von Oktober bis Dezember.

Zudem seien das städtische Baumkataster bereinigt und einige Grabenparzellen mit Bäumen neu in das Kataster aufgenommen worden. Währen der regelmäßigen Baumschau habe sich gezeigt, dass die ausgewählten Exemplare alt, krank, brüchig, abgestorben oder von Pilz befallen seien. Gefällt werden sollen sie bis Ende Februar. Abgesehen von den Personalkosten rechtet die Verwaltung mit etwa 5000 Euro für den Kauf der neuen Ersatzbäume.

Die meisten der 62 Bäume haben einen Stammumfang von mehr als 1,20 Meter. Sie stehen verteilt über das Stadtgebiet an Straßen, Wegen und in Grünanlagen. Ahorn und Kirschen gehören ebenso dazu wie Vogelbeere, Altena und „Echte Walnuss“. Nachgepflanzt werden laut Liste unter anderem Erlen, Kugelrobinien, Kastanien und Wildbirnen.

Auf stadteigenen Flächen (ohne Stadtwald) stehen etwa 33 500 Bäume auf öffentlichen Flächen. Sie werden regelmäßig überprüft. Dabei werden sie nach Angaben der Verwaltung zunächst optisch begutachtet und abgeklopft. Bei Auffälligkeiten folgt eine zweite Überprüfung im Rahmen einer Baumschau, zu der bei Bedarf auch ein unabhängiger Sachverständiger hinzugezogen wird. Kommt das Gremium zu dem Schluss, dass sich auffällige Bäume auch mit einem Radikalschnitt oder anderen Pflegemaßnahmen nicht mehr retten lassen, kommen sie auf die Fällliste. Diese wird anschließend noch mit dem Göttinger Arbeitskreis Baumschutz abgestimmt. Dem Gremium gehören Vertreter mehrerer Naturschutzverbände an.

Der Umweltausschuss des Rates soll der Baumfällliste während seiner Sitzung am Dienstag, 23. Februar, ab 16 Uhr in Raum 118 im Neuen Rathaus „zur Kenntnis nehmen“.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Tanzende Schneeflocken im "Kauf Park"