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Göttingen sagt "Nein" zu sexistischer Werbung

Nach Protestbrief Göttingen sagt "Nein" zu sexistischer Werbung

Die Stadt Göttingen verbannt jede Form diskriminierender Botschaften, Bilder und Texte aus ihren eigenen Schriften und Kampagnen. Einstimmig hat der Ratsausschuss für allgemeine Angelegenheiten am Montag einer Selbstverpflichtung der Verwaltung zugestimmt.

Göttingen. Die neue Vorgabe soll auch für Verlage und Kunden gelten, die Publikationen im Auftrag der Stadt herstellen und in städtischen Publikationen für sich werben. Zugleich werden die städtischen Eigenbetriebe und Gesellschaften aufgefordert, sich diesem Vorgehen anzuschließen.

Ein Antrag des Göttinger Frauenforums und Mädchenarbeitskreises  hatte die Diskussion ausgelöst. In ihrem Brief hatten sie zum einen auf diskriminierende Werbung eines Göttinger Wasch-Centers im internen Telefonverzeichnis der Stadtverwaltung hingewiesen. Sie zeigt eine nur spärlich bekleidete Frau, die in aufreizender Pose ein Auto wäscht.

Zum anderen hatte das Forum negative Bild-Beispiele genannt, die die Städtischen Entsorgungsbetriebe im vergangenen und in diesem Jahr zum Göttinger Frühjahrsputz XXL veröffentlicht hatte. Die Motive  würden traditionelle und überholte Rollenbilder von Mann und Frau verschärfen, heißt es in dem Antrag.

Ergänzend zur eher allgemein gehaltenen Selbstverpflichtung definiert die Stadtverwaltung, was diskriminierende Botschaften sind, beziehungsweise wie davon befreite Publikationen künftig aussehen sollten: „Eine diskriminierungsfreie Werbung, zum Beispiel,  dürfe niemanden aufgrund von Herkunft, Geschlecht, Weltanschauung, Behinderung, sexueller Orientierung und Alter herabwürdigen“, heißt es.              

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