Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 6 ° Sprühregen

Navigation:
Göttingen setzt auf freiwillige Wahlhelfer

Zwischen Erfrischungsgeld und demokratischer Tugend Göttingen setzt auf freiwillige Wahlhelfer

Damit bei der Kommunalwahl am 11. September alles glatt geht, werden im Göttinger Stadtgebiet rund 1300 Wahlhelfer im Einsatz sein. Die Verwaltung könnte diese verpflichten, setzt aber erstmals auf Freiwilligkeit.

Voriger Artikel
Graffiti-Kunst beim Dies
Nächster Artikel
Der gedungene Räuber traut sich nicht

Grundsätzlich kann jede wahlberechtigte Person mitmachen.

Quelle: dpa (Symbolbild)

Göttingen. Eigentlich kann die Stadt Göttingen per Gesetz jede wahlberechtigte Person zur Wahlhilfe berufen. Erstmals hofft Göttingen in diesem Jahr, den Großteil der Wahlhelfer über freiwillige Meldungen zu bekommen, sowohl für den ersten Wahlgang, als auch für eine mögliche Stichwahl am 25. September.

„Das klappt schon ganz gut, aber es fehlen noch einige Personen“, sagt Verwaltungssprecher Detlef Johannson. Zur Motivation hat hat die Stadt Göttingen unter anderem die, „Erfrischungsgeld“ genannte, Aufwandsentschädigung für Wahlhelfer erhöht: 40 Euro, bei manchen Wahlämtern sogar mehr, winken denen, die in den Wahllokalen aushelfen.

Dort geht es darum, Stimmzettel auszugeben, die Wahlkabinen zu beaufsichtigen sowie am Ende auszuzählen – und natürlich, den Wahlvorgang vor Störungen und Beeinflussungen zu schützen. Gearbeitet wird in zwei Schichten, entweder ab circa 7.30 Uhr oder ab 12.30 Uhr.

Die Auszählung ab 18 Uhr übernehmen beide Schichten gemeinsam.

Grundsätzlich könne jede wahlberechtigte Person mitmachen, sofern sie nicht selber antrete, erklärt Johannson. Auf der Internetseite wahlen.goettingen.de/kowahl16/whelfer/faq finden sich dazu weitere Informationen und Möglichkeiten, sich anzumelden.

Wahlhelfer Michael Brüggemann

Im wirklichen Leben ist Michael Brüggemann Schulleiter. Weil er Wahlen als ureigenen demokratischen Akt sieht, hat er sich in diesem Jahr als Wahlhelfer beworben.

Brüggemann liegt vor allem eine hohe Wahlbeteiligung am Herzen: Damit die zustande kommt, müsse Wählen „eine kurze und reibungslose Aktion“ sein, findet er. Als Politiklehrer sagt er, „die Bürger sollten das Gefühl haben, es funktioniert gut – denn dann würden sie vielleicht wiederkommen.

Nachdem die Stadt Göttingen ihn angeschrieben hatte, entschloss er sich erstmals, am Wahltag mit anzupacken. Trotzdem weiß er noch nicht genau, was dann auf ihn zukommt: „Den halben Tag im Wahlbüro zu verbringen, gehört jedenfalls dazu“, sagt Brüggemann.

Von Christoph Höland

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Der Wochenrückblick vom 3. bis 9. Dezember 2016