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Göttingen soll Nagasakiplatz bekommen

Erinnerung an Atombombenopfer Göttingen soll Nagasakiplatz bekommen

Nach dem Hiroshimaplatz am Neuen Rathaus soll Göttingen auch einen Nagasakiplatz bekommen. Das ist das Ziel eines Antrags der Linken-Fraktion, der im Rat der Stadt Göttingen diskutiert wurde.

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Bei der Explosion der Atombombe am 09. August 1945 stieg eine 18 Kilometer hohe pilzförmige Rauchwolke über der Stadt Nagasaki auf.

Quelle: dpa

Göttingen. Torsten Wucherpfennig von den Linken wies in seiner Rede darauf hin, dass im August der 70. Jahrestag der Atombombenabwürfe auf die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki bevorstehe. Die USA hätten mit den Abwürfen, die Zehntausenden von Menschen das Leben kosteten, den Zweiten Weltkrieg in Asien schnell beenden wollen, lautet die Argumentation der Befürworter des Einsatzes der Atombomben. Wucherpfennig wies aber auch auf die gegenteilige Bewertung als „nukleare Massenvernichtung“ hin. Noch bis heute gebe es Opfer der Verstrahlung, heißt es in dem Antrag.

Die Atombombenabwürfe hätten sich tief ins Bewusstsein der Menschheit eingeprägt, sagte Wucherpfennig. Sie seien eine Mahnung, Atomwaffen abzuschaffen. Seit 1987 sei Göttingen Mitglied im Hiroshima-Nagasaki-Städtebündnis.

„Göttingen gedenkt der Opfer und fordert die Abschaffung jeglicher Atomwaffen“ lautet der Titel des Antrags. Im Beschlusstext ist von der Abschaffung der Atomwaffen aber nicht die Rede. Dort werden vielmehr zwei Punkte gefordert. Zum einen soll die Stadt zeitnah zum Jahrestag eine Gedenkveranstaltung für die Opfer der Atombombenabwürfe auf dem Hiroshimaplatz organisieren.

Zum anderen soll die Verwaltung im Stadtgebiet einen Platz suchen, der neu in Nagasakiplatz benannt oder in diesen umbenannt werden kann. Wucherpfennig brachte einen Platz an der geplanten neuen Basketballhalle am Schützenplatz ins Spiel. Der Rat der Stadt sprach sich einstimmig für den Antrag aus.

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