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Göttingen sucht Käufer für Merkelstraße 4

Goethe-Institut Göttingen sucht Käufer für Merkelstraße 4

Das Fridtjof-Nansen-Haus soll veräußert werden. Die Verwaltung der Stadt Göttingen arbeitet derzeit an einem entsprechenden Verkaufsexposé für die sanierungsbedürftige Immobilie in der Merkelstraße 4. Der Auszug des Goethe-Instituts als bisheriger Mieter wurde bereits im vergangenen Jahr verkündet.

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Steht zum Verkauf: Das Haus, das zurzeit noch das Göttinger Goethe-Institut beherbergt.

Quelle: Beuermann

Göttingen. Um 1900 hatte sich der Göttinger Tuchmacher Ferdinand Levin die Villa auf einem 6000 Quadratmeter großen Areal errichten lassen. In den 30er Jahren kaufte die Stadt die imposante Immobilie. In den 50er enstanden zwei Anbauten für die Bibliothek und ein Studentenwohnheim. 2002 kam ein Pavillon des Architekten Jochen Brandi im Garten hinzu. Bis auf Letztere steht der Komplex unter Denkmalschutz.

Nach Vorstellung der Verwaltung wird die Immobilie nur im Ganzen verkauft. Dabei muss sich der Käufer nicht nur auf umfassende Sanierungsarbeiten einstellen und denkmalschutzrechtliche Anforderungen berücksichtigen. Er ist durch den vorhandenen Bebauungsplan außerdem in der Nutzung eingeschränkt. Danach sei eine gewerbliche Nutzung nur im Erdgeschoss und ab dem ersten Obergeschoss lediglich Wohnnutzung genehmigungsfähig, hieß es am Donnerstag im städtischen Bauausschuss.

Die Höhe des Kaufpreises ist noch nicht ermittelt. Fest steht aber, dass der Erlös zur Mitfinanzierung des Investitionsprogrammes 2017/2018 dienen soll. Während sich Gerd Nier (GöLinke) und Francisco Welter Schultes (Piraten) erneut grundsätzlich gegen den Verkauf städtischer Immobilien aussprachen, betonte Hans Otto Arnold (CDU) die Risiken eines maroden denkmalgeschützten Gebäudes für den Stadthaushalt. Ulrich Holefleisch (Grüne) mahnte, nicht noch weitere Bedingungen an die Veräußerung zu knüpfen, um Käufer nicht abzuschrecken.ms

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