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Nullsummenspiel bei ICE-Plänen

Göttingen verliert ICE-Verbindung nach München Nullsummenspiel bei ICE-Plänen

Zum Fahrplanwechsel Ende kommenden Jahres streicht die Deutsche Bahn AG den ICE 11 zwischen Berlin-Göttingen-Frankfurt-Stuttgart-München. Sie sorgt allerdings für Ersatz.

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Die Fahrtzeit von München nach Berlin soll sich durch die neue Trasse um bis zu zwei auf dann nur noch knapp vier Stunden verkürzen.

Quelle: dpa

Göttingen. Grund: Der ICE 11 wird künftig über die Ende 2017 voraussichtlich fertiggestellte Neubaustrecke zwischen Nürnberg, Erfurt, Halle (Saale) und Leipzig nach Berlin fahren , erklärt Egbert Meyer-Lovis, Sprecher der Deutschen Bahn. Ein Halt in Göttingen ist damit nicht mehr möglich.

Dennoch wird es ab 2018 genausoviele Verbindungen von Göttingen nach Berlin geben wie zurzeit, versichert die Deutsche Bahn. Als Ersatz wird die Verbindung ICE 13 eingerichtet, die von Berlin über Braunschweig, Göttingen und Kassel bis nach Frankfurt/Flughafen führt. Außerdem gibt es noch den ICE 12 von Berlin über Göttingen und Kassel ins schweizerische Interlaken. Die Verbindungen bieten einen Zwei-Stunden-Takt, erklärt Meyer-Lovis.

Mit den Änderungen fällt die Direktverbindung von Göttingen nach München weg. Allerdings werde es auch nach dem Fahrplanwechsel zwischen Göttingen und Berlin „die gleiche Anzahl von Zügen geben wie bisher“, versichert der Bahn-Sprecher.

 Die 515 Kilometer lange Neubaustrecke zwischen Nürnberg und Berlin, auf die der ICE 11 künftig fahren wird, ist der umfangreichste Trassenneubau des Verkehrsprojekts Deutsche Einheit. Baubeginn war 1991 bei Bitterfeld. Die Fahrtzeit von München nach Berlin soll sich durch die neue Trasse um bis zu zwei auf dann nur noch knapp vier Stunden verkürzen. Ende 2011 wurden die Baukosten auf etwa 10,33 Milliarden Euro geschätzt. Kritik an dem Projekt übte unter anderem das Umweltbundesamt: Der Güterverkehr profitiere kaum von der neuen Trasse. Außerdem umfahre der Personenverkehr das dichter besiedelte Ostthüringen, stattdessen werde die Strecke durch dünnbesiedelte Gebiete im Thüringer Becken geführt.

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