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Göttingen will minderjährige Flüchtlinge „besonders“ und „aktiv“ unterstützen

Betreuung Göttingen will minderjährige Flüchtlinge „besonders“ und „aktiv“ unterstützen

Für eine bessere Betreuung minderjähriger Flüchtlinge setzt sich der Rat der Stadt Göttingen ein. Einstimmig haben die Ratspolitiker dazu einen Antrag der SPD-Fraktion verabschiedet und in den Jugendhilfeausschuss überwiesen.

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Quelle: Pförtner (Symbolbild)

Göttingen. Damit wird die Stadtverwaltung aufgefordert, Kindertagesstätten, Schulen, die Sozialdienste der freien Träger der Jugendhilfe und der Wohlfahrtspflege, die Beschäftigungsförderung, das Migrationszentrum und die Ehrenamtlichen bei der Betreuung von Flüchtlingskindern und -jugendlichen „besonders“ zu unterstützen. Auch sollen die Einrichtungen untereinander besser vernetzt werden. Weiter heißt es in dem Antrag: „Die Verwaltung möge bei der Landesregierung in Hannover die vom Bund in Aussicht gestellten Mittel für die Flüchtlingsbetreuung zeitnah einfordern.“

Helmi Behbehani (SPD) machte deutlich, dass schon jetzt rund 50 Prozent der Flüchtlinge unter 18 Jahre alt seien. Derzeit lebten in Göttingen schon rund 90 „unbegleitete“ Jugendliche. „Und es werden mehr kommen“, sagte sie. Behbehani hob die besondere Bedeutung von Sprachlernklassen hervor. Ihre Zahl müsse aufgestockt werden. So könnten den jungen Flüchtlingen „Chancen auf Bildung und Ausbildung“ ermöglicht werden.

Auch Gerda Fischer (CDU) sieht hier einen zusätzlichen Bedarf, den sie auf sieben zusätzliche Klassen schätzt. Dafür gebe es aber kein Geld. Aus ihrer Sicht hätten hier die Hauptschulen helfen können, die der Rat gegen die Stimmen der CDU/FDP-Gruppe abgeschafft habe. An SPD und Grüne gewandt appellierte sie daher: „Fordern sie ihre Landesregierung auf, die Mittel aufzustocken.“  Mehmet Tuğcu (Grüne) forderte in einem Änderungsantrag, dass die Verwaltung in der Öffentlichkeit „aktiv“ für die Unterbringung unbegleiteter minderjähriger Jugendlicher in privaten Pflegefamilien wirbt. Die SPD-Ratsfraktion Göttingen sieht die Zunahme der Flüchtlingsaufnahme als eine der „wichtigsten gesamtgesellschaftlichen“ Herausforderungen. „Dabei ist ein Augenmerk auf die Betreuung der minderjährigen Flüchtlinge zu legen. Die Aufnahme, Betreuung und Integration von Flüchtlingskindern und Flüchtlingsjugendlichen ist eine große Herausforderung für die Stadt“, heißt es in der Begründung zum Antrag.

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