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Göttingens Geschichte aus der Feder von Brandi

Neue Druckgrafik im Großformat Göttingens Geschichte aus der Feder von Brandi

Gold, Rot, Schwarz: Vielleicht trugen einst die Fahnen von Otto I. diese Farben. Aber vielleicht war der Kaiser, der 953 erstmals Göttingen als Ort Gutingi in einer Urkunde erwähnen ließ, auch mit anderen Farben oder gar ohne Fahnen unterwegs. Uwe Brandi aber lässt Otto mit Fahnenträgern im Gefolge zur Pfalz Grona gen Göttingen ziehen – und beginnt so die Geschichte der Stadt mit Schwarz, Rot, Gold.

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Quelle: EF

Göttingen. Der Zeichner hat sich wieder einmal mit seiner Geburtsstadt beschäftigt. Für sein neues Werk machte der 73-Jährige, der bekannt ist für kleinstteilige Tuschezeichnungen, die Göttinger Geschichte zum Thema und schuf „Eine Stadtansicht“. Die großformatige Druckgrafik, am Freitag in der Torhaus-Galerie mit zwölf Einzelbildern aus der Gesamtansicht erstmals präsentiert, wird in den Tageblatt-Geschäftsstellen in Göttingen und Duderstadt verkauft.

Eine neue Göttingen-Zeichnung aus seiner Feder beschäftigt Brandi schon seit langem. „Vor zwei Jahren habe ich erkannt, Göttingen ist viel mehr als ich aus Schülerzeiten in Erinnerung hatte“, erzählt der Künstler. Nach dem Abitur verließ er die Stadt Richtung Köln zum Studium an den Kölner Werkschulen. Seit vielen Jahren lebt er in Rheinland-Pfalz, in einem kleinen Dorf, wo ihm jeder Tag gleich erscheint: „Kein Unterschied zwischen Sonnabend und Montag.“

In Göttingen hat er noch einmal seinen Blick auf Altes und Neues geworfen, daheim in Polch über die Darstellung entschieden. „Göttingen lebt nicht so sehr von Fassaden, sondern vom Inhalt seiner Geschichte“, meint Brandi. Er entschied sich, die Göttinger Geschichte darzustellen – collageartig in sieben Streifen. Die Göttinger Sieben und ihr Protest gegen den König im Jahr 1837 sind dabei, auch das Lied „Göttingen“ aus dem Jahr 1964 von Sängerin Barbara, das die Stadt in Frankreich bekannt machte und geradezu eine tragende Säule des Bildes ist. Brandi will mit seinen Motiven, „ich arbeite mit der Feder und fünf Farben“, das genaue Hinsehen erreichen. Wer sich auf seine Zeichnungen einlässt, ist gut beschäftigt. Kleine Details, mit denen Brandi die Szenen aus der Stadtgeschichte nach seinem Gusto ergänzt, fordern den Betrachter heraus. Denn Brandi bringt „Wahrheiten und Halbwahrheiten“ zusammen, das fordert Zuspruch oder Widerspruch heraus. „Meine Bilder können Sie wie einen Comic lesen“: Das ist Brandis Devise der Unterhaltung mit feinem Strich.

Die Druckgrafik „Eine Stadtansicht“ von Uwe Brandi ist ab sofort zum Preis von 50 Euro in den Tageblatt-Geschäftsstellen in Göttingen, Jüdenstraße 13c, und Duderstadt, Auf der Spiegelbrücke 11, erhältlich.

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