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Göttingens Oberbürgermeister Köhler gedenkt Atombomben-Opfern von Hiroshima und Nagasaki

Blumengebinde für Opfer Göttingens Oberbürgermeister Köhler gedenkt Atombomben-Opfern von Hiroshima und Nagasaki

Nicht jedes Wissen dürfe angewandt werden, sagt Rolf-Georg Köhler (SPD). Zum Gedenken an die Opfer der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki hat der Göttinger Oberbürgermeister am Donnerstag ein Blumengebinde auf dem Hiroshimaplatz vor dem Neuen Rathaus niedergelegt.

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Rolf-Georg Köhler legt zum Gedenken an die Opfer der Atombombenabwürfe ein Blumengesteck auf dem Hiroshimaplatz nieder.

Quelle: Hinzmann

Göttingen. Vor 70 Jahren, am 6. August 1945, hatten die USA die Atombombe über dem westjapanischen Hiroshima abgeworfen. Damals starben dort mehr als 70 000 Menschen. Bis Ende Dezember erhöhte sich die Zahl der Toten auf rund 140 000. Am 9. August 1945 wurde Nagasaki Ziel eines Atomangriffs. Bis Dezember starben dort weitere 70 000 Menschen. Daraufhin kapitulierte Japan. Die Abwürfe der Atombomben seien „ein militärisches, an Menschen ausgeführtes Experiment“ gewesen, sagte Köhler, „eine Art, die man nicht mal mehr als unmenschlich bezeichnen kann“.

Aber auch in der heutigen Zeit – in der „Blöcke anfangen, sich aufzubauen“, sagte Köhler und ging unter anderem auf Russland und die Ukraine oder Syrien und den Iran ein – müsse daran erinnert werden, „was die Göttinger Achtzehn ausgedrückt haben“. Hochangesehene Atomforscher – darunter Nobelpreisträger wie Otto Hahn oder Max Born – wandten sich 1957 in einer gemeinsamen Erklärung gegen die von Bundeskanzler Konrad Adenauer und Verteidigungsminister Franz Josef Strauß angestrebte Aufrüstung der Bundeswehr mit Atomwaffen.

Auch den „mühsamen Weg“ sich „vom Atomstrom zu verabschieden“, bezeichnete Köhler als wichtig und nahm Bezug auf die Nuklearkatastrophe in Fukushima.
Darauf, dass noch immer „20 US-Atombomben in Büchel“ im Luftwaffenstützpunkt in Rheinland-Pfalz lagern würden, machte Ute Simmerling von der Anti-Atom-Initiative-Göttingen aufmerksam. Das dürfe nicht vergessen werden.

Von Friedrich Schmidt

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