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Göttingens Spanier wollen wählen

Marea Granate zur Regionalwahl Göttingens Spanier wollen wählen

Die Spanier haben gewählt. 35 Millionen Spanier waren am Sonntag aufgerufen, in 13 der 17 spanischen Provinzen neue Regionalparlamente und Stadträte zu wählen. Doch nicht alle Wahlberechtigten könnten auch tatsächlich wählen. So haben nach Angaben des weltweiten Bündnisses Marea Granate nur rund vier Prozent der 900 000 Spanier, die derzeit im Ausland wohnten, ihre Stimme abgeben können.

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Rund 50 in Göttingen lebende Spanier informieren am Gänseliesel über die Schwierigkeiten bei den Wahlen in Spanien.

Quelle: Brakemeier

Göttingen. Um auf diesen Zustand aufmerksam zu machen, haben am Sonntag rund 50 in Göttingen lebende Spanier am Gänseliesel Göttinger Bürger informiert. "Keine Stimme, keine Wahl", stand auf einem Transparent. "Wir wollen wählen, aber es ist schwer", berichtete Juan.

 

Um im Wählerverzeichnis aufgenommen zu werden müsse man persönlich zum spanischen Konsulat nach Hamburg fahren. Und selbst wer die Reise auf sich genommen und den "schwierigen und komplizierten Prozess" hinter sich gebracht hat, kann nicht sicher sein, auch wählen zu können. "Entweder die Wahlunterlagen für die Briefwahl kommen zu spät oder gar nicht an", sagte der 27-jährige Biologie-Student. Und in Deutschland seien die Bedingungen für die Spanier im Ausland im Vergleich zu anderen Ländern noch gut.

 

Die Forderung von Marea Granate ist unter anderem, dass sich die spanische Regierung "um unser Recht zu wählen kümmert". Gerade die Spanier, die wegen der Situation in ihrer Heimat während der Krise ausgewandert sind, seien sehr kritisch gegenüber den beiden traditionellen Parteien, vor allem gegenüber der konservative Volkspartei (PP) des spanischen Ministerpräsidenten Mariano Rajoy.

 

Die Hoffnung der Spanier im Exil liegt auf den neuen Kräften, die sich in der linken Partei Podemos oder die liberale Bewegung Ciudadanos (Bürger) sammeln. Beide haben bei den Wahlen am Sonntag vor allem in den Städten stark zugelegt. Sie  gelten als Test vor der Parlamentswahl im Herbst. Bis dahin hoffen Juan und seine Mitstreiter, dass sich ihre Möglichkeit zu wählen stark verbessert haben wird. 

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